MMM: etwas für kühle Abende

Für kühle Sommerabende war mein Hoodie gedacht, als ich ihn vor ein paar Monaten nähte, aber so richtig kam er erst in den letzten beiden Wochen im Urlaub in der Bretagne zum Einsatz.

Ich wollte einen etwas größeren Ausschnitt, und deshalb kam ich auf die Idee, das Vorderteil zu teilen, um in der vorderen Mitte oben einen Schlitz zu machen. Naja, und dann kam so das eine zum anderen. Für einen richtigen Beleg reichte der Stoff nicht mehr, so dass ich den Ausschnitt und die Kapuze offenkantig mit einem Streifen verarbeitete, und dabei noch ein bißchen Covernaht-Schnickischnacki einbaute. Und die Naht am Halsausschnitt ist mit einem dunkelblauen Jerseystreifen eingefasst. Sieht man ja alles bei so einem offenen Ausschnitt.

Die Ärmelbündchen bekamen dann auch noch die offenkantige Verarbeitung verpasst. Bislang franst beziehungsweise kringelt sich noch wenig, aber ich habe den Hoodie auch noch nicht waschen müssen.

Der Stoff ist ein sehr weicher doppellagiger Jersey, von dem ich unbedingt beide Seiten verwenden wollte, deshalb sind die Ärmel grau geworden.

Der Ausschnitt ist mir nun doch etwas tief geraten, ich hatte nicht bedacht, dass die Kapuze mit ihrem Gewicht nach hinten zieht. Vielleicht mache ich noch einen Knopf mit Kordel hin oder so.

Am Schnitt, mix&match Hoodie von kibadoo, habe ich Ärmel und Saum gekürzt, und beides ist immer noch etwas zu lang.

Juhu, heute ist wieder Me Made Mittwoch! Den letzten habe ich ausgelassen, irgendwie mochte ich die Sachen, die ich zuletzt genäht habe, nicht besonders. Und jetzt wird es Zeit, die Herbst-Garderobe zu planen, drückt mir die Daumen, dass da die Ausbeute besser wird. 

 

In Kürze:
Schnitt: Mix&Match Hoodie/Pullover von kibadoo, Gr. 40, Ärmel um 2cm, Saum um 4cm gekürzt
Stoff: doppellagiger Jersey aus dem örtlichen Stoffladen

MMM: Alte Schätzchen

Mein neues Kleid hat sich in diesem heißen Frühsommer schon mehr als bewährt. Es ist unkompliziert, luftig und passt zu allen Gelegenheiten.

Eine Nachmach-Welle werde ich in der Näh-Community allerdings nicht erzeugen können. Sowohl Schnitt als auch Stoff sind schon betagter und haben schon einige Jahre in meinem Schrank verbracht.

Der Schnitt ist aus der Burda 2/2011, ich habe ihn schon mal zum T-Shirt verarbeitet. Auf der Suche nach dem entsprechenden Blogpost stellte ich fest, dass das vor knapp 3 Jahren nicht nur mein Einstand beim Me Made Mittwoch, sondern mein erster Blogartikel überhaupt war!

Diesmal also als Kleid. Ich hatte das Schnittmuster noch um vier Zentimeter  verlängert, bei der Anprobe aber gemerkt, dass das die perfekte Länge ist und ich es kürzer nicht haben mag, und daher auf den Gummizug in der Taille (der ja immer auch ein wenig hochzieht) verzichtet. Zwecks Bewegungsfreiheit beim Laufen und Fahrrad fahren bekam das Kleid auch noch Schlitze links und rechts.

 

Der Stoff lagerte über 20 Jahre in meinem Schrank und stammt noch aus meinem ersten Nähleben. Ich hatte damals einen einfachen langen Rock daraus gemacht, den ich, soweit ich mich erinnere, nicht oft getragen habe. Über die Qualität rätsele ich. Er ist mit sehr dünnen Fäden sehr dicht gewebt und fühlt sich an wie sandgewaschene Seide. Ich dachte eigentlich, es sei Mikrofaser aus Polyester, aber bei der Brennprobe verbrannte das Stückchen Stoff mit einer schönen gelben Flamme, ohne große Rückstände, und jetzt frage ich mich, ob er vielleicht aus Viskose ist.

So oder so, es trägt sich sehr angenehm und wird sicher häufig genutzt werden diesen Sommer. Damit habe ich noch die Kurve gekriegt zum Sommer-Urlaubs-Special beim Me-Made-Mittwoch. Über meine Urlaubsgarderobe habe ich nämlich noch nicht nachgedacht, der startet erst Ende August. Aber da es dieses Jahr in die Bretagne geht, wird wohl alles vom Bikini bis zur Regenjacke in den Koffer wandern.

Die Bilder sind übrigens in der Staudengärtnerei Augustin in Effeltrich entstanden, wo ich letzte Woche einen nette Vormittag mit einer Freundin verbrachte. Man kann dort in einem wunderschönen Staudengarten Kaffee trinken, oder sein ganzes Geld für tolle Stauden ausgeben. Ausnahmsweise gut, dass ich keinen Garten habe.

Verlinkt beim Me-Made-Mittwoch.

In Kürze:
Schnitt: burda style 02/2011, Nr. 116, Gr. 40-42
Stoff: gut abgelagerter Warenbestand

 

MMM: Wolljacke

Eine Wolljacke im Juni? Da werde ich beim heutigen Me-Made-Mittwoch zwischen vielen schönen Sommerkleidern etwas auffallen. Immerhin, die Jacke wurde im kühlen Mai genäht, mit Blick auf den anstehenden Pfingsturlaub, in dem wir in die Berge, ins Karwendel, fahren.

Ich habe eine sehr geschätzte und viel getragene Fleecejacke, die inzwischen aber so abgenutzt ist, dass ich sie nicht mehr in der Öffentlichkeit tragen will. Ersatz musste her.

Auf der Suche nach einer Alternative für Polyesterfleece wurde ich doch glatt im eigenen Stofflager fündig. Eine Doubleface-Wollmischung, die ich im örtlichen Stoffladen im Schlussverkauf ergattert hatte. Den Schnitt dazu gab es auch im Fundus: ottobre 5/2014, „Evening Walk“. 

Das letzte Projekt mit ottobre-Schnitt war ein Desaster, deshalb maß ich diesmal den Schnitt längs und quer und doppelt und dreifach vorher aus, und siehe da, passt und praktisch identisch zu meiner Kaufjacke. Kann bei dem Schwarz auf dem Foto nicht erkennen, aber bis auf die Naht im Ärmel und den Ärmelbündchen praktisch gleich.

Taschen und den Reißverschluss-Untertritt bekam die Jacke noch extra spendiert.

Die Vlieseline von der Taschenverstärkung muss ich noch wegpfriemeln.

Damit steht dem Urlaub auf der Berghütte nichts mehr im Weg, außer das elende Packen. Seufz.

Verlinkt beim Me-Made-Mittwoch.

In Kürze:
Schnitt: ottobre 5/2014 „Evening Walk“, Gr. 40, Hüfte 42
Stoff: Doubleface-Strick Woll-/Baumwollmischung aus dem örtlichen Stoffladen