Jacken Sew Along, Finale

So schnell kann es gehen: da ist man schon fast fertig, liegt super in der Zeit, und dann kommt Leben 1.0 dazwischen. Ging ja nur noch um die Taschen…

Vielen Dank an alle, die mir ihre Einschätzung beim letzten Jacken Sew Along Post hinterlassen haben, ob ich meinen Reststoff als Taschen oder als Gürtel nutzen soll! Ich habe den Eindruck, die Meinungen haben sich in etwa die Waage gehalten. Ich bin jetzt doch beim Original geblieben: große aufgesetzte Taschen.

herbstjacke3-1Sie sind genau im Muster aufgesetzt, mir war wichtig, dass das Muster nicht unterbrochen wird. Ich finde, dadurch fallen sie auch nicht so auf. Und damit der reduzierte Look erhalten bleibt, sind die Taschen mit der Hand angenäht.

herbstjacke3-9herbstjacke3-4Und damit ich mit dem Mantel doch auch mal Rad fahren kann, habe ich noch einen verdeckten Druckknopf angebracht. Und ich halte mal Ausschau nach einem breiten mittelgrauen Ledergürtel, dann habe ich letztlich doch beides.

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herbstjacke3-5Zum Schnitt: ich hatte mich für den Oversize-Mantel aus der burda 09/2016 entschieden. Weil ich nicht genug Stoff hatte, habe ich den Ärmelansatz verkleinert. Den Schnitt habe ich in der Länge um 8 cm verkürzt. Ich bin zwar mit 174cm größer als das Standardmaß, aber den Mantel fand ich zu lang. Sonst habe ich nach Vorgabe genäht.

Insgesamt gefällt mir der Mantel gut, er hat zugleich was Lässiges und Elegantes. Allerdings ist der gedoppelte Schalkragen im Vergleich zum (ungefütterten) Rest sehr wärmend, ob das auf die Dauer praktisch ist, wird sich zeigen.

herbstjacke3-7herbstjacke3-2 herbstjacke3-3Es hat Spaß gemacht, beim Herbst-Jacken-Sew-Along mitzumachen! Vielen Dank, Elke, für die Organisation!

Jacken Sew Along, Teil 3

Heute ist das dritte Treffen zum Herbstjacken-Sew-Along. Mein Projekt ist ja lange nicht so zeitintensiv wie deines, liebe Elke. An deiner Stelle hätte ich diese Woche wohl nichts anderes gemacht als Jacken nähen. Hut ab! Bei mir dagegen war die Arbeit überschaubar. Meine größte Herausforderung war die Tresse.

Tresse? Erstens, herausfinden, was das ist, und ob es nur damit geht. Tresse = Einfassband mit einem Knick in der Mitte, in der Regel aus Wolle, man findet aber auch Baumwolle und Polyzeugs. Wird oft bei Trachtenjacken verwendet. Bei meiner Jacke ist die Tresse zwar von rechts nicht zu sehen, d.h. der Knick in der Mitte nicht notwendig, aber vom Material passt es besser als andere Borten.

herbstjacke2-6Der erste Teil meiner Jackenarbeitszeit diese Woche ging drauf, um eine passende Tresse zu finden. Im dritten Laden hatte ich Glück. (Übrigens fiel mir nach ein paar Tagen auf, dass ich schon eine zu Hause hatte. Ohne zu wissen, was das ist. Haha. Passte aber farblich nicht.)

Der zweite Teil, um die Tresse anzunähen (die paar Minuten für die sonstigen Nähte vernachlässigt). Mein Fehler beim Annähen: die Tresse zu ziehen. Die lässt sich nämlich wunderbar ziehen. Das Ergebnis? Siehe Foto…

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Nach zweimal Nähen und wieder Auftrennen dann das Ganze schön langsam und mit Stecknadeln, jetzt ist es ok. Ach ja, und dann die andere Seite der Tresse von Hand annähen, eine sehr beruhigende Tätigkeit…

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Soweit ist die Jacke also fast fertig. Und gefällt mir.

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Jetzt stellt sich nur noch die Frage: große aufgesetzte Taschen (wie im Original) oder Gürtel (und Taschen in der Seitennaht). Für beides reicht der restliche Stoff nicht mehr. Was meint ihr?

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Jacken Sew Along, Teil 2

Mann, war ich gestern stolz. Der Schnitt war sorgfältig abkopiert, und im Geiste sah ich meinen Mantel schon halb fertig zur zweiten Zusammenkunft des Jacken Sew-Alongs von Elle Puls. Und dann… stellte ich fest, dass mein Stoff nur 135 cm breit ist und die Schnittteile beim besten Willen nicht draufpassen, auch nicht mit ganz viel Zuschneide-Tetris. Mist.

Und damit fing die Suche nach einem passenden Schnitt und das Herumüberlegen wieder an. Ich hatte mich für den ersten Schnitt meiner Vorüberlegungen entschieden, den Hüllenmantel aus der aktuellen burda 09/2016. Das Problem waren die sehr breiten Ärmelteile der Fledermausärmel.

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Da mir der Schalkragen aber gut gefällt, bin ich nun bei dem Schnittmuster geblieben und habe den Armausschnitt und die Ärmel aus dem Schnitt burda 02/2011-112 übernommen.

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Und so passten Ärmel und Kragen neben Vorder- und Rückteil, und erstmal ist alles gut.

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Da habe ich mich gestern schon des Öfteren gefragt, wieso ich nicht wie so viele andere einfach die 5. Version irgendeines bewährten Jersey-Oberteils nähe, sondern mir immer wieder irgendwelche Sonderideen ausdenke. Aber eigentlich weiß ich es – macht trotz allem einfach mehr Spaß!

Und bei dem ganzen Herumüberlegen ist dann noch dieses Bildchen à la Katja Berlin entstanden. Läuft es bei euch auch so ähnlich?

Zeitaufwand

Jacken Sew Along, Teil 1

Ich nähe gerne Jacken. Wenn es nur nicht immer so aufwändig wäre. Trotzdem.

Als die Ankündigung von Elle Puls zum Jacken Sew-Along kam, habe ich mich gefreut. Auf meiner Liste für den Herbst stehen zwei Jacken, ich wollte zwar erst noch anderes machen, aber in Plänen schwelgen geht ja immer.

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Den Stoff habe ich schon, beim letzten Berlin-Besuch bei Hüco gefunden. Ach, dieser Laden ist herrlich, gerade die Jackenstoffe! Dieser Stoff ist eine Mischung aus Schurwolle, Mohair und Polyester/-acryl, gestrickt und Rückseite verfilzt.

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Vom Schnitt her hätte ich gerne etwas Weites, Lässiges. Allerdings sehen die weiten und lässigen Schnitte oft so unförmig aus, da bekomme ich immer etwas Angst.

In meinem Fundus habe ich Folgendes gefunden:

Oversize-Mantel aus der aktuellen Burda 09/2015:

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Lodenmantel aus der Burda 01/2016 (braucht aber viel Stoff):

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Strickjacke aus der Burda 03/2014:

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Esme von Named Clothing wird auch oft in Blogger-Kreisen gezeigt und gelobt, aber pdf Schnitte zusammenkleben finde ich ganz furchtbar, das wird wohl nichts mit uns.

Vermutlich wird es der erste Schnitt. 2,40 m habe ich noch bekommen. Hoffentlich reicht es noch für einen Gürtel, damit ich meine Angst vor dem Unförmigen bekämpfen kann.

Und damit ab zur ersten Woche des Sew-Alongs.