MMM: wo ist das Meer?

Heute wird es maritim bei mir, auch wenn weit und breit kein Meer zu sehen ist: Matrosenhose und Ringelshirt. Für den Urlaub im Sommer in der Bretagne bin ich damit schon mal gut vorbereitet.

Die Hose ist nach dem neuen Schnitt „Walnoot Pants“ von Waffle Patterns. Weil ich dieses Jahr meinen Hosenvorrat auffüllen will und von Yukis Schnitten bislang immer angetan war, habe ich gleich nach Erscheinen zugeschlagen. Und weil ich kurzfristig zum Burgnähen eingeladen worden war, habe ich die Hose auch direkt genäht. Beides sehr ungewöhnlich, normalerweise folge ich Trends erst, nachdem sie schon längst hinter der nächsten Hausecke verschwunden sind.

Das Drumherum der Schnitte von Waffle Patterns ist perfekt, da könnte sich manch deutsche Schnittmusteranbieterin mal ein bisschen was abschauen. Selbstverständlich gibt es die Vorlage auch in copy shop-Größe und die Datei hat Layer, das heißt, man kann alle Größen, die man nicht braucht, ausblenden. Die Anleitung ist mit sehr guten Skizzen bebildert und gut beschrieben. Ich bin mir sicher, Yuki hat eine Grafikerin-Ausbildung.

 

Die Hose ist aus fein schimmernden Breitcord, gefunden im örtlichen Stoffladen, und passt ohne große Änderungen. Hinter den Knopfreihen links und rechts verbergen sich Eingrifftaschen. Wenn man sie benutzen wollte, müsste man jedes Mal auf- und wieder zuknöpfen. Und weil das sehr unpraktisch ist, habe ich also die Knöpfe nur aufgenäht und nur vier versteckte Druckknöpfe im Bund angebracht. Dadurch kann ich jederzeit in die Taschen greifen. Die klaffen dadurch zwar leicht auf, stört aber nicht weiter.

Weil ich mich ausdauernd vor dem Knopfannähen gedrückt habe, gibts von mir leider kein stolzes Finisher-Bild mit Rochsburg im Hintergrund. Aber so schee war’s, ein fröhlicher Gruß an all die netten Frauen, die dabei waren!

Passend dazu trage ich ein rot-weißes Ringelshirt nach einem Schnitt aus der Burda 11/2018. Das ist wirklich schnell genäht, weil sogar der Halsausschnitt nur umgeklappt und festgenäht wird (und das funktioniert ganz gut, weil der Ausschnitt keine großen Rundungen hat). Auch hier waren keine größeren Änderungen nötig, nur viel zu lang finde ich den Schnitt.

Verlinkt beim Me-Made-Mittwoch, bei dem die liebe Doreen zeigt, dass sie nicht nur mit Wolle, sondern auch mit Stoff meisterhaft umgehen kann.

So, dann hole ich mir mal einen Kaffee und gehe drüben beim MMM all die schöne, selbstgenähte Kleidung bewundern.

In Kürze:
Hose:
Schnitt: Walnoot Pants von Waffle Patterns, Gr. 44 (Taille 42), etwas gekürzt (übrigens hätten mir auch 2m gereicht)
Stoff: nicht dehnbarer Breitcord aus dem örtlichen Stoffladen (von swafing)
Oberteil:
Schnitt: burda style 11/2018, Nr. 113, Gr. 40, Hüfte weiter, um 7cm gekürzt
Stoff: Baumwoll-Jersey mit Elasthan, online gekauft

MMM: Wickelbluse

Heute gibt es zur Bikerhose von letzter Woche das passende Blüschen. Entstanden am Wochenende auf der Annäherung Süd. Es war ein wunderbarer Nährausch, und ich habe mich sehr, sehr gefreut, einige Bloggerinnen in echt kennen zu lernen.

Die Bluse ist nach dem Schnitt Monaca von Waffle Patterns. genäht aus einem rot-weiß gewebten Baumwollbatist von Hüco Stoffe Berlin.

Die Beispiele von Yuki sehen ziemlich oversize aus, deshalb habe ich gleich mal Vorder- und Rückteil 2cm schmäler zugeschnitten und bin damit auch recht zufrieden. Sonst alles in Gr. 40.

Das Vorderteil besteht aus einem Stück, das von einer Schulter in der Taille gedreht zurück zur anderen Schulter führt. Die Anleitung gewohnt anschaulich und gut illustriert.

Die Ärmel können mit einem Riegel hochgebunden werden, das gefällt mir besser als sie einfach zu schließen, sie enden nämlich kurz unter dem Ellbogen, und da ist die Manschette fast zu eng.

Gestern habe ich das allerallerschönste Herbstwetter genutzt und mich von einer Freundin vor buntem Herbstlaub ablichten lassen.

Und damit ab zum Me-Made-Mittwoch, wo sich wie immer mittwochs die Nähgemeinde versammelt.

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MMM: stylish im Regen

Es wurde Zeit, die wärmende und wasserabweisende Kleidung wieder aus der hinteren Ecke des Schrankes zu holen. Diese Woche kommt mein Softshellmantel zum Einsatz, den ich im Frühjahr genäht habe, um nicht jeden Tag, an dem der Wetterbericht Regen für möglich hält, die Funktionsjacke anziehen zu müssen.

dsc_0421Der Softshell-Stoff von Stoff&Stil verspricht Wasserdichte bis 5000mm, das passt trotz der nicht abdichtbaren Nähte, schließlich will ich mit der Jacke nicht auf Wandertour und stundenlang durch den Regen laufen. Bisher hat sie eine Fahrradfahrt zwanzig Minuten durch starken Regen gut überstanden, allerdings war der Stoff an den Oberarmen dann doch ganz schön klamm. Aber die Nähte waren kein Problem.

dsc_0402-1Beim Schnitt hatte ich mich nach langem Suchen für Cookie von Waffle Pattern entschieden, und diesen entsprechend meinen Wünschen verlängert. Der Schnitt ist gut und die Beschreibung dazu fantastisch – plotterfähige Datei, layered pdf um die nicht benötigten Größen auszublenden, anschauliche Skizzen in der Anleitung.

dsc_0381 dsc_0395 dsc_0397 dsc_0400Cookie ist eigentlich ein Blouson-Schnitt – ich habe einiges angepasst: verlängert und nach unten verbreitert, die Ärmel ohne Bündchen, dafür entsprechend verlängert, Taschen etwas vergrößert und statt mit Reißverschluss als Pattentasche gearbeitet, die vordere Kante der Kapuze angepasst, um den Reißverschluss verlängern zu können, den Reißverschluss mit einem Untertritt versehen, und die vordere und die hintere Passe zusammengelegt, so dass der Mantel keine (regenkritische) Schulternaht hat.

dsc_0422 dsc_0419Im Praxistest hat sich gezeigt, dass die Jacke leider nicht sehr fahrradtauglich ist: am Hals ist es zu eng und die Kapuze ist zu groß. Ansonsten mag ich meine Jacke aber sehr. Nur der Zwei-Wege-Reißverschluss bringt mich noch zum Wahnsinn…

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Verlinkt beim Me-Made-Mittwoch, dem wunderbaren Defilée an selbstgemachter Kleidung.