WKSA 2019: fertig!

Tadaa, hier bin ich, mit meinem neuen Weihnachtskleid:

Die Länge ist geblieben, und ich habe etwas vorteilhaftere Schuhe dazu in meinem Schrank gefunden. Sehe ich nicht aus wie eine Gouvernante? Sogar meine Haare legen sich gouvernantenhaft zum Seitenscheitel.

Ansonsten kann ich nur sagen, außen hui, innen pfui. Die Messer meiner Overlock haben ihren Geist aufgegeben. Woran das jetzt lag, weiß ich nicht, ich bin mir keiner Schuld bewusst. Möglicherweise hat ihnen sogar dieser Stoff hier den Garaus gemacht, obwohl er ganz harmlos nach Naturfasern aussieht. Der Versuch, die Ovi trotzdem zu verwenden, wurde ein ziemliches Gemetzel.  Jetzt ist halt einiges unversäubert.

Wer mag, kann hier und hier nochmal die Entstehungsgeschichte nachlesen.

Ich übe mich derweil als Weihnachtsmannfluggeräteinweiserin:

 

Habt ein schönes Weihnachtsfest!

In Kürze:
Schnitt: Fashion style 10/2019, Gr. 38, Rockteil ausgestellt, sonst keine Änderungen
Stoff: Hannes Röther Vintage, München

WKSA 2019: Zwischenstand

Heute wird ein bisschen gejammert. Darüber, wie man sich das Leben selber schwer machen kann.

Aber zunächst ein großes Dankeschön an all die lieben und hilfreichen Kommentare zu meinem ersten Beitrag. Nachdem so viele von der Idee mit dem grünen Samtrock begeistert waren, bin ich gleich brav los und habe noch einem passenden Stoff gesucht. Den habe ich tatsächlich im örtlichen Stoffladen gefunden und hätte ihn also in petto, falls mir diese Woche noch langweilig werden sollte. Wovon ich aber nicht ausgehe.

Statt dessen habe ich wie geplant mit dem Jerseykleid Nr. 15 aus der Fashion Style 10/2019 zu nähen angefangen. Und wenn ich nicht laufend Fehler produziert hätte, wäre ich womöglich auch schon fertig.

Das fing schon beim Abpausen des Schnittmusters an, jede Menge falscher Linien. Dann beim Zuschneiden schnitt ich fröhlich drauf los, ohne zu prüfen, ob der Stoff reicht. Die Ärmel passten dann nicht mehr drauf… Jetzt sind sie quer zum Maschenlauf zugeschnitten, von der Elastizität ist es ok, hoffentlich sieht es nicht allzu doof aus. Beim ersten Anprobieren war ich dann etwas verwundert, das Kleid saß doch sehr locker. Irgendwie ging mir dann auf: ich hatte Gr. 40 zugeschnitten, bei fashion style brauche ich aber 38. Naja, besser als andersherum.

Aber jetzt bin ich wieder im normalen Fahrwasser. Der Kragen, das einzig Anspruchsvolle an dem Schnitt, ließ sich mit der Anleitung gut nähen. So sieht das Kleid gerade aus:

Das Rockteil habe ich ausgestellt, damit das Kleid fahrrad- und damit alltagstauglich ist. Jetzt bleiben zwei Fragen: noch enger? und welche Länge? Hier mal die Ansicht von hinten und ordentlich aufgehellt, damit man auch was erkennen kann:

Übrigens, auch meine Overlock hat herumgezickt, die mag den Stoff nicht. Jetzt nähe ich mit der normalen Maschine im Zickzack-Stich. Hier mal ein Bild vom Stoff aus der Nähe. Er besteht aus drei Schichten, außen sehr feine Maschenware und innen eine Schicht mit einem weißen dickeren Faden. Die Nähnadel bleibt gern mal an dem weißen Faden hängen und zieht Schlaufen. Innen ist dieses Kleid wahrlich keine Schönheit.

Bis nächste Woche wird der Rest sicher gut zu schaffen sein. Weitere Weihnachtskleid-Zwischenstände gibt es auf dem Me Made Mittwoch-Blog. 

Habt einen schönen dritten Advent!

 

MMM: Heute in blau

Gestern war ich mit einer Freundin in München. Die Stoffvorräte wollten aufgefüllt werden. Begleitet (oder bekleidet?) hat mich dabei eine weite Hose aus einem leichten Jeansstoff nach einem Schnitt aus der fashion style und ein bowline sweater, der bei der Annäherung Süd letztes Wochenende entstanden ist.

 

Die Stoffausbeute war leider nur mäßig – wir waren bei Stoff&Stil (bewährt wie immer) und Hannes Röther Vintage, wo die Stoffauswahl diesmal nur begrenzt und die Preise deutlich höher als letztes Mal waren. Nun ja, dafür war die Ratscherei auf der Fahrt umso netter, wir sehen uns nicht so oft.

Bei der Hose nach einem Schnitt aus der fashion style 5/2017 hatte es mir vor allem der Bund mit den beiden Riegeln an der Seite angetan. Sie hat eine Sitzhöhe von +2cm, etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem beim Sitzen, wenn der Bund kurz unter der Brust hängt. Aber nicht unangenehm.

Von hinten ist der Sitz so lala, ich habe zwar schon etwas Weite am hinteren Hosenbein weggenommen, aber es ist immer noch Stoff für Falten da.

Der Schnitt bowline sweater von papercut patterns hatte mir bei Carola so gut gefallen, dass er bei mir auch gleich einziehen durfte. Bei mir ist er aus einem sehr leichten Strick genäht. Entstanden ist das Oberteil am letzten Wochenende auf der Annäherung Süd in Würzburg, die wieder ein herrlich erholsames Treffen mit viel Nähmaschinengeratter und Fachsimpeln war. Wie immer professionell und unaufgeregt organisiert von Alexandra. Vielen Dank, Alexandra!

Der Schnitt ist einfach und schnell genäht, für die etwas knifflige Falte an der Schulter gibt es ein bebildertes Tutorial hier, das deutlich hilfreicher als die eigentliche Nähanleitung ist.

Verlinkt beim Me-Made-Mittwoch im Oktober.

In Kürze:

Oberteil:
Schnitt: Bowline Sweater von Papercut Patterns, Gr S, 1.5 cm verlängert
Stoff: leichter Strick, 1,50 m,  vermutlich vom Stoffmarkt

Hose: 
Schnitt: fashion style 5/2017, Nr. 15, Gr. 42, Schrittnaht geändert
Stoff: leichter Jeansstoff, nicht dehnbar, 1,50m, Hüco