Stoffspielereien: Glitzer tröstet

„Glitzer tröstet“ hat Tyche für die letzten Stoffspielereien in diesem Jahr als Thema vorgeschlagen. Ein eigenartiges Thema, finde ich, aber in diesem Beitrag erklärt sie uns, wie diese Aussage entstanden ist. Trost finde ich im Glitzer nicht, eher unter einer warmen Decke, aber etwas Glitzer darf in der Vorweihnachtszeit schon sein.

Glitzern entsteht durch Bewegung, daher gingen meine Ideen bald zu Baumschmuck, der hin- und herschwingt, mir fielen Origamisterne und -kugeln ein, und das brachte mich zu der Idee, dafür endlich mal das Plissieren auszuprobieren.

„Plissee“ war einmal 2016 ein Thema bei den Stoffspielereien mit grandiosen Beiträgen, damals habe ich noch nicht mitgespielt, aber begeistert gelesen. Übrigens, auf der Seite stoffspielereien.net sind seit Neustem alle Infos und alle Links zu den bisherigen Themen zusammengetragen. Gabi von Made with Blümchen hat sich darum gekümmert – vielen, vielen Dank!

Aber zurück zum Thema. Wie man plissiert, erzählen Constanze und Gabi ganz ausführlich, und auch in dem Buch „Falttechniken“ von Paul Jackson wird erklärt, wie man im Ofen oder mit dem Bügeleisen plissieren kann.

Mit Hilfe meines Schneidplotters, der auch falzen kann, habe ich mir jeweils zwei Schablonen angefertigt. Zwischen die beiden Schablonen kommt das Stück Stoff, und das Ganze wird dann gut zusammengepresst.

In meinem Fundus fand sich ein Stück Silber-Lamé, der mal eine Ritterrüstung für meinen Sohn war. Der dünne Stoff ließ sich ganz wunderbar plissieren, sowohl im Ofen (30 Minuten bei 150° mit etwas Wasser) als auch mit dem Dampfbügeleisen (2 Minuten unter Dauerdampf gepresst).

Die Stoffspielereien dürfen an einem Ilex-Zweig im Flur hängen. Wenn man daran vorbeiläuft, drehen sich die Spiralfalten im Windzug und die Plisseekugel schaukelt hin und her und alles glitzert.

Alle glitzernden Beiträge findet ihr bei Tyche.

Ich wünsche euch allen, dass ihr die Advents- und Weihnachtszeit genießen könnt. Bleibt gesund!

Die Stoffspielereien
Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Die nächsten Termine:
30.01.2022: „Linie“ bei 123-nadelei
27.02.2022: „Inspiration Typographie“ bei Feuerwerk by KaZe
27.03.2022: „Cording“ bei Machwerke
24.04.2022: „metallisch“ bei zwisch-en-durch
29.05.2022: „gekräuselt und gerafft“ bei Stoffnotizen
26.06.2022: „Portrait“ bei Bimbambuki
Juli und August: Sommerpause
25.09.2022: „Webkanten“ bei Siebensachen zum Selbermachen
30.10.2022: „Posamente“ bei made with Blümchen
27.11.2022: „Ornament“ bei Petersilie & Co
Dezember: Winterpause

Einen Überblick über die bisherigen Stoffspielereien, die schon seit 2012 laufen,  findest Du auf stoffspielereien.net.

Stoffspielereien: Punkte und Kreise

Hallo in die Runde, heute ist der letzte Sonntag im Monat und damit wieder Stoffspielereien-Tag. Diesmal bin ich die Gastgeberin mit dem Thema „Punkte und Kreise“. Ein sehr allgemeines Thema, ohne jede Einschränkung bei der Technik, daher bin ich sehr gespannt, was es heute alles zu sehen gibt:

    • Ute von „Textile Werke“ ließ ihre Gedanken kreisen darüber, was wichtig ist im Leben, dabei ist ein Plan und eine Stoffcollage entstanden.
    • Karen (Feuerwerk by KaZe) stickt Kreise und repariert damit einen Pullover.
    • Tyche nutzt gepunktete Stoffe aus ihrem Vorrat und gestaltete diese vielfältig um.
    • Gabi näht einen klassischen Quiltblock, bestehend aus zwölf linsenförmigen Applikationen.
    • Ute (123-Nadelei) näht kreisförmige Aussparungen mittels Reverse Appliqué, bei ihrer neuen Tasche bilden sie den Rahmen für die Außentaschen.
    • Siebensachen-zum-Selbermachen appliziert spiralförmige Kreise im Alabama Chanin-Stil auf ein T-Shirt.
    • Mond von bimbambuki näht sich mit einem Augenzwinkern aus vielen bunten Kreisen ein Collier.
    • Und Silvia von den PeterSilien macht am meisten Crazy Patchwork Spaß und fertigt damit kreisrunde Topflappen.

Vielen Dank für’s Mitmachen!

Ich habe mich bei dem Thema an eine frühere Stoffspielerei von mir erinnert, zum Thema Dreidimensional, die wollte ich wieder aufgreifen.

Damals verwendete ich Schaumstoffplatten für die Kreise, die gut und gerne 5mm dick waren und damit hatte ich ziemlich Mühe beim Absteppen. Nach einigem Herumprobieren bin ich diesmal bei 2mm dicken Moosgummi hängengeblieben. Der hat einige Vorteile: er ist günstig, war schon im Vorrat und ist sehr leicht.

Eine Weile hatte ich auch überlegt, Filzgleiter zu nehmen, die gibt es in rund in verschiedenen Größen im Baumarkt fertig zu kaufen, aber ich habe weiß Gott genug Material zu Hause, das muss auch mal weg. Immerhin, beim Ausschneiden der Moosgummischeiben half mir mal wieder mein Schneidplotter.

Bei einem elastischen Stoff kommen die Erhebungen besser zur Geltung, deshalb zieren meinen Kreise diesmal das Vorderteil eines Sweaters.

Die Kreise platzierte ich auf einem Rückseitenstoff, darauf kam der elastische Sweatstoff, das ganze Sandwich wurde mit etwas Sprühkleber und Stecknadeln fixiert.

Das Absteppen ging erfreulich einfach. Da der Moosgummi nur 2mm dick ist, passte er noch gut unter das Reißverschluss-Füßchen, das Absteppen genau am Kreisrand ging dadurch problemlos.

Und hier das fertige Stück:

Durch die vielen Kreise ist dieser Teil des Sweaters natürlich etwas steifer, aber das stört nicht beim Tragen, zumal die Kreise kaum Eigengewicht haben. Und ich gehe mal davon aus, dass auch das Waschen problemlos möglich sein sollte, das habe ich aber noch nicht ausprobiert.

Ich bin sicher, heute laufen euch eine Menge Kreise und Punkte über den Weg. Habt einen schönen Sonntag!

Die Stoffspielereien
Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Der nächste Termin:
28.11.2021: „Glitzer tröstet“ bei Tyche

Stoffspielereien: Exotisch

Heute laden die PeterSilien zu den Stoffspielereien ein, und das Thema, das sie vorgegeben haben, lautet „exotisch“. Mir kamen dabei fremde Früchte, Pflanzen und Blumen in den Sinn, eine Idee purzelte zur nächsten, und schlussendlich beschloss ich, mit Siebdruck Blätter und Blumenformen auf einen Schal zu drucken.

Schon fast drei Jahre ist es her, dass ich im Atelier der Jeromins bei Kristina Schaper zum letzten Mal siebgedruckt habe. Zu Hause braucht es einiges an Vorbereitung, um mit den Drucken loszulegen. Einen freien Tisch mit einem Siebdrucktuch, die Möglichkeit, die Siebe auszuwaschen, die Siebe, und Siebdruckfarbe.

Da ich inzwischen einen wunderbar großen Arbeitsraum mit zwei großen (höhenverstellbaren!) Arbeitstischen habe, konnten wir sogar zu zweit drucken. Nach langer Pause war mal wieder meine Freundin zum gemeinsamen Werkeln da. Wie haben wir uns gefreut!

Die Siebe habe ich nach der Anleitung, die Kristina im „Bunte Bücher“-Buch von Michaela Müller zeigt, aus alten Bilderrahmen selbst gebaut. Sicher nicht besonders professionell, aber für unsere Zwecke passen sie.

Die Blätter und Blüten sind selbst gezeichnet: Frangipani-Blüten und Blätter (als Erinnerung an den Frangipani-Baum in unserem Garten in Australien), zwei Palmenblätter und ein Monsterablatt (das ist allerdings aus dem Internet geladen, da gibt es unendlich viele Vektorgrafiken als Vorlage).

Die Vorlagen habe ich dann vom Plotter auf Vinylfolie ausschneiden lassen und die Vinylfolie dann auf das Sieb geklebt. Wie das geht, dazu findet man etliche Videos im Netz, wenn man nach „Siebdruck“ und „Plotter“ sucht, zum Beispiel dieses hier.  Das Tolle ist, dass man dann auch Motive mit mehr Details verwenden kann, als wenn man für die Motive nur Papier verwendet, wie bei Kristina im Bunte Bücher-Buch beschrieben.

Und dann konnte endlich das eigentliche Drucken starten. Die verschiedenen Motive kreuz und quer, und in verschiedenen Grüntönen, und ein paar Frangipanis in rot zwischenrein.

Die meisten der Drucke sind nicht perfekt, aber das stört in der Gesamtheit gar nicht. Teilweise liegt es an dem Sieb, das durch die Handbespannung leichter nachgibt, teilweise an der fehlenden Routine, nach drei Jahren Pause hat man eben vieles wieder vergessen.

Teilweise liegt es auch an den Farben (Dekaprint 2000). Die gelbe und rote, die ich teilweise zum Abtönen des Grüns nehme, sind ziemlich flüssig. Vielleicht liegt es daran, dass sie schon seit drei Jahren in der Schublade auf ihren Einsatz warten und dabei alt geworden sind. Die (neu gekaufte) weiße Farbe dagegen ist sehr pastös, auch nicht ideal. Aber mit jedem Blatt wächst die Routine beim Drucken wieder.

Der Stoff ist übrigens Käseleinen, ich mag die locker gewebte Struktur als Schal. Und weil man bei einem Schal sowohl Vorder- als auch Rückseite sieht, habe ich auch beide Seiten bedruckt. Auf der jeweils anderen Seite sieht man die Drucke dann leicht durch.

Zum Fixieren der Farben hing der Stoff ein paar Tage überm Wäscheständer und wurde dann langsam heiß gebügelt. Das war glücklicherweise ausreichend, eine erste vorsichtige Wäsche hat der Druck unbeschadet überstanden. Ich werde den Stoff demnächst aber nochmal richtig heiß waschen, dann wird das Leinen hoffentlich noch etwas weicher.

Der Stoff ist inzwischen ein Rundschal geworden. Dazu habe ich einfach die kurzen Enden mit einer Kappnaht zusammengenäht. Die langen Seiten bleiben unversäubert und dürfen ausfransen.

Probegetragen ist das gute Stück inzwischen auch, auch wenn ich kein Beweisfoto davon habe. Passt wunderbar, ich bin sehr zufrieden mit meinem neuen Schal! Nur etwas weicher könnte er sein, siehe oben. Aber das Glücksgefühl durch die gelungene Arbeit und das gemeinsame Werkeln ist unbezahlbar.

 

Die Stoffspielereien
Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Die nächsten Termine:
27.06.2021: „Nähfüße“ bei Nähzimmerplaudereien
Sommerpause
26.09.2021: „Risse und Schlitze“ bei nahtlust
31.10.2021: „Punkte und Kreise“ bei Schnitt für Schnitt
28.11.2021: „Glitzer tröstet“ bei Tyche

Einen Überblick über die bisherigen Stoffspielereien, die schon seit 2012 laufen,  findest Du bei Siebensachen zum Selbermachen.