Stoffspielereien: Denim

Heute ist der letzte Sonntag im Mai und damit wieder Stoffspielereien-Tag. Griselda von Machwerk hat zum Thema „Denim“ geladen.

Ich bin das Thema analytisch angegangen, wer mich kennt, wundert sich nicht. Also: Denim, ein Baumwollstoff in Köperbindung, die Kettfäden (die parallel zur Webkante) in blau, die Schussfäden (die quer dazu) in weiß. Das war mein Ausgangspunkt.

Weben würde ich auch zu gerne mal ausprobieren, aber da mir dafür sowohl Wissen als auch Ausstattung fehlen, habe ich mich diesmal im Flechten versucht. Blauen und weißen Jeansstoff in 1 cm breite Streifen geschnitten und diesen in Köperbindung miteinander verflochten.

Nach ein paar Reihen war klar, das wird eine hübsche, aber auch etwas …, nun ja, uninteressante Fleißarbeit. Plan leicht geändert und das Endergebnis hat nun auch ein paar blaue Schussbänder, die etwas mehr Muster erzeugen.

Das Ergebnis von vorne…

… und von hinten:

Die Streifen habe ich bewusst im Fadenlauf zugeschnitten, mit der Hoffnung, dass das allmähliche Ausfransen noch interessante Effekte ergibt. Mal schauen.

Das Ganze hat die Haptik von einem Flickenteppich. Noch bin ich am Überlegen, was daraus werden soll. Vielleicht eine Carpet Bag?

 

Stoffspielereien: Smoken

Heute ist wieder der Tag der Stoffspielereien. Suschna von Textile Geschichten sammelt  Beiträge zum Thema „Seltene Techniken“. Oder anders gesagt, jede darf ihren eigenen sonderbaren Stoffpfaden folgen.

Ich habe Ideen aus zwei Büchern aufgegriffen. Das erste Buch ist „Stoffmanipulation“ von Ruth Singer. Wie der Name schon vermuten lässt, ein Hort von Stoffspielereien. Mir haben es die Seiten mit den Smokarbeiten angetan, insbesondere das Amerikanische Smoken (auch Kanadisches Smoken genannt).

Tatsächlich habe ich sonst in unserer gut bestückten Bücherei kein weiteres Buch gefunden, dass diese Techniken enthält. Bei der Suche im Internet stösst man zunächst statt auf Inspiration für das Damen-Nähkränzchen auf zahllose Anleitungen, wie man Fleisch zehn Stunden auf dem Grill halten kann (also definitiv ein Männerhobby). Deutsche Nähseiten kennen mit wenigen Ausnahmen nur das Gummismoken (z.B. bei pattydoo), aber auf englischsprachigen Seiten und auf Youtube wird man dann doch fündig. Auch das Forum der Nähfabrik will ich noch erwähnen.

Besonders hilfreich ist die Seite des Indian Parents Forum (was auch immer indian parents mit smoken zu tun haben). Hier werden sehr viele verschiedene Muster in ausführlichen Anleitungen gezeigt. Ich habe mir mal das Zopfmuster ausgesucht, das ich auf einer bemalten Wildseide ausprobiert habe. Im ersten Bild sieht man das Muster, jeweils die Enden der Striche werden mit einem Faden zusammengezogen und vernäht. Auf der Vorderseite ergibt sich dadurch ein plastisches Faltenmuster. Bei mir sind die Falten relativ groß geworden, weil ich dafür ein Raster von 5cm genommen habe.

Man braucht etwas Geduld, aber sonst ist das Smoken weder besonders schwierig noch besonders aufwändig.

Das zweite Buch ist „Falttechniken“ von Paul Jackson, das in der Ausgabe von 2015 auch wunderbare Beispiele zu Falten in Stoff zeigt (sonst ist der Schwerpunkt auf Papier). Ein Kapitel widmet sich den „Schattenfalten“. Ich zitiere aus dem Buch:

“ ‚Schattenfalten‘ sind das Markenzeichen des Origami-Künstlers und Designers Chris K. Palmer. In seinen Arbeiten verwendet er die Techniken des traditionellen Stoffsmokens und des Twist Folding, das in den 1970er-Jahren der japanische Origami-Meister Shuzo Fujimoto entwickelt und populär gemacht hat. In Papier wären solche Falten schwer zu bewerkstelligen, aber in Stoff werden sie mithilfe von Nadel und Faden zu einem schnellen, einfachen und doch magischen Vergnügen.“

Als Fingerübung erst mal vier quadratische Faltenkreuze.

Die Rückseite
Die Vorderseite
Die Vorderseite mit den gerade gezupften Quadraten und Falten
Und hier alles platt gebügelt

Spannender wird es mit einem dreiachsigen Gitter, hier mit Sechsecken. Zum Anzeichnen des Musters habe ich zunächst eine Schablone mit Löchern entworfen, sehr hilfreich.

Dann alle Sechsecke umnäht und anschließend zusammengezogen und verknotet.

Daraus ergibt sich ein sehr plastisches Muster mit vielen „Knöpfen“. Wie man sieht, können sich hier nicht alle Falten glatt legen, jeweils zwei Verbindungen sind verdreht. Um alle Falten glatt zu kriegen, müsste man ein Muster entwerfen, dass die Sechsecke mit Dreiecken kombiniert. Im Buch ist solch ein Beispiel von Chris K. Palmer abgebildet, von dem es wiederum ein Buch dazu gibt, das ich am Liebsten auch gleich haben möchte.

Hier noch ein Bild der Rückseite (mit verfälschten Farben), sieht auch sehr hübsch aus.

Bleibt nur noch die Frage, wer sich heutzutage über ein gesmoktes Kissen freuen würde.

Stoffspielereien: Shibori

Heute ist wieder Stoffspielereien-Tag, diesmal zum Thema Shibori. Heute ist feuerwerk by KaZe die Gastgeberin. Ich bin zwar für Ende April zu einem Kurs zum Thema angemeldet, aber das gab mir den wunderbaren Anlass, diese Stofffärbekunst schon mal zu Hause auszuprobieren.

Als Hilfe hatte ich mir zwei Bücher besorgt. Zum Einen das 2016 erschienene Buch „Shibori“ von Christiane Hübner. Das Buch zeigt übersichtlich eine Vielzahl verschiedener Techniken, dazu Bilder der Ergebnisse einmal mit Indigo gefärbt, einmal in einer anderen Farbe, mit Mustervarianten und zu Projekten wie Geschirrtücher verarbeitet. Die Arbeitsanleitungen sind mit vielen Bildern beschrieben. Ich halte das Buch für einen wunderbare Hilfe für Anfängerinnen. Allerdings sind die Arbeitsbilder sehr kontrastarm, weißer Stoff auf weißem Hintergrund. Da starrt man manchmal minutenlang auf das Bild, um zu erkennen, was da gezeigt wird.

Das andere Buch, von dem ich berichten kann, ist „Shibori im Textildesign“ von Janice Gunner. Das Buch ist eine große Schatzkiste, zeigt viele Beispiele traditioneller und moderner Shiborikunst. Dazu gibt es viel Spannendes zu erfahren, wie diese Technik des Stoffabbindens mit anschließendem Färben nicht nur aus Japan, sondern unter anderem Namen auch in Afrika, Indien und anderen asiatischen Ländern entwickelt wurde. Dazu gibt es Beschreibungen, wie die einzelnen Muster erzeugt werden können, durchaus ausführlich, aber teilweise ohne Bild oder Skizze. Ich würde sagen, ein bisschen Erfahrung schadet dabei nicht. Dafür bekommt man viele Anregungen für einen künstlerischen Zugang, über das Handwerkliche hinaus.

Genug der Vorrede, jetzt kommen Ergebnisse.

Beim sutoraipu shibori wird der Stoff in Streifen gelegt, aufgewickelt und verschnürt. Das gibt Streifen, etwas langweilig, aber schnell gemacht:

Beim kikko shibori wird der Stoff ebenfalls in Streifen gelegt, dann aber zickzackförmig gefaltet und vorne und hinten mit einem dreieckigen Holzplättchen abgedeckt und verschnürt.

Mit dem Ergebnis war ich nicht so zufrieden, das Dreiecksmuster sieht man nur teilweise, und es fällt sehr unterschiedlich aus.

Bei einem zweiten Versuch ein paar Tage später habe ich das Päckchen nicht nur verschnürt, sondern mit einer Schraubzwinge richtig zusammengepresst, was allerdings zur Folge hatte, dass die inneren Stoffschichten noch weniger Farbe bekommen haben.

Ich denke, für diese Technik ist es hilfreicher, dünnen Stoff zu nehmen, meiner war vermutlich zu dick.

 

Meine Freundin Regina, mit der ich wieder zusammen gewerkelt habe, probierte eine Variante dieses Musters, das sekka shibori, bei dem der Stoff nicht vollständig, sondern nur an einer Seite des Dreiecks in Farbe getaucht wird (unten links zu sehen). Das gibt ein schönes Sternenmuster. (Sie hatte einen dünneren Stoff.)

Die Technik habe ich auch noch mit Papier ausprobiert, das macht auch Spaß!

Regina probierte außerdem ne-maki shibori, bei dem Murmeln oder ähnliches in den Stoff gelegt und dann abgebunden werden. Beim ähnlichen koboshi shibori wird der Stoff um die Murmel zusätzlich mit einer Plastikfolie geschützt. Dadurch erhält man einmal Kreisringe, einmal volle Kreise.

Nicht besonders erfolgreich war unser erster Versuch mit mokume shibori, bei dem einfache Vorstiche auf den Stoff genäht werden, und anschließend der Stoff stark gerafft wird. Wir hatten anscheinend nicht stark genug gerafft, das Muster war kaum zu sehen, alles gefärbt. Mein Stoff, ein lange gelagerter Hemdenstoff, entfärbte sich beim anschließenden Fixieren außerdem deutlich, anscheinend bestand er doch nicht nur aus Baumwolle.

Die Techniken mit Nähreservierung wollte ich ein paar Tage später noch weiter ausprobieren. Beim einen Stoffstück kombinierte ich das mokume shibori mit maki-nui shibori, bei dem der Stoff gefaltet wird, und die Falten mit einem Überwendlingsstich versehen. Ich habe gezogen wie ein Weltmeister, und diesmal waren die Muster schön sichtbar.

 Und noch eine Technik habe ich ausprobiert, das ori-nui shibori. Dabei wird der Stoff ebenfalls gefaltet, und die Falten mit Vorstrichen zusammengenäht.

Die Ergebnisse mit den Nähreservierungen gefallen mir insgesamt am Besten. Ein Stoffstück hat inzwischen auch schon Verwendung gefunden, und ist ein Stoffkörbchen geworden, das als Geschenk bald auf die Reise geschickt wird.

Noch ein paar Worte zu Farbe und Stoff. Indigo färben will ich zu Hause nicht, zu viel Chemie. Wir haben einfach Batik-Farbe von Marabu verwendet. Beim anschließenden Fixierbad ist aber viel Farbe ausgeblutet, so dass das Weiß leider zu Hellblau wurde. Nächstes Mal werde ich Procion-Farben nehmen, damit habe ich beim Siebdruck gute Erfahrungen gemacht.

Mein Standardstoff war der mitteldicke Baumwollstoff von Ikea (Lenda), Regina hatte den dünnen ungebleichten Baumwollstoff von Ikea und (nicht gezeigt) eine etwas dickere Baumwoll-/Leinenmischung, ähnlich meinen Stoff. Diese mitteldicken Stoffe sind zwar gut beim Weiterverarbeiten zu Taschen, Kissen, etc., aber auch schwieriger abzubinden. Nächstes Mal – und das wird es sicher geben – werde ich es mir leichter machen und dünneren Stoff nehmen.

 

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank (I): Cut and Stick

Die Teilnehmerinnen des Sew-Alongs „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“ zeigen ihre Ergebnisse. Gleichmal vorab: eine wunderbare Aktion! Das Inspirationen suchen und Ideen umsetzen und das Entstehen aller Werke zu sehen macht Spaß! Wer auch mitmachen will: die nächste Runde startet am 15.3.

Hier ist mein von Issey Miyake inspiriertes T-Shirt.

Ausgangspunkt war die Spring 2017 Ready-To-Wear Kollektion, die viele Beispiele großflächig verklebter Modelle zeigt, als „cut & stick“ beschrieben. Letztendlich habe ich als Vorlage dieses Muster genommen:

Quelle: vogue.com
Quelle: vogue.com

Letztes Mal habe ich schon über die Herangehensweise berichtet. Ich bin bei dem silbrigen beschichteten Baumwollstoff geblieben, verklebt auf graublauen Baumwolljersey von Stoff & Stil. Der Jersey ist leicht samtig, fühlt sich gut an, verzeiht aber keine Fehlstiche, die Löcher sind nach dem Trennen deutlich zu sehen.

Zum Verkleben habe ich Thermofix, das im Hobbyschneiderin24-Forum für Applikationen häufig empfohlen wird, verwendet. Bei Vliesofix hat mich verunsichert, das bei der Anwendungsbeschreibung explizit als letzten Schritt das Umnähen der Kanten beschrieben wird. Bislang haben aber auf den Probelappen die Applikationen mit beiden Klebern ein paar Wäschen ohne Ablösen und Ausfransen überstanden.

Auf dem Bild sieht man im Hintergrund meine ersten Klebeversuche: der rote Stoff war nach dem Waschen ab, die rückwärtige Beschichtung mochte die Heißverklebung nicht. Das vegane Leder ist zu steif und verzieht den dünnen Jersey, die Flexfolie hält zwar gut, ist aber nicht steif genug.

Auf dem Bild das T-Shirt von links, man sieht schön den Effekt.

Der Schnitt ist ein einfaches überschnittenes T-Shirt aus der Fashion Style 10/2016 in Größe 38.

Und weil ich etwas spät dran bin und heute Mittwoch ist, gibt es auch noch den Link beim Me-Made-Mittwoch. Heute zeigt Mema eine perfekt abgestimmte Stoffauswahl. Das möchte ich auch mal schaffen…

EDIT:  Jetzt habe ich die Lücke am Hals auch noch zugeklebt…

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank (I): Versuche

Letzte Woche habe ich die Zeit mit Recherche verbracht, um herauszufinden, wie die Stoffeffekte bei Issey Miyake entstehen. Auf der Homepage zur Spring Summer Collection 2017 (2016.10.01) bin ich fündig geworden:

„Introducing “Cut & Stick,” a new material which enables various materials to be cut freely in any shape and stuck together using heat. Sticking together two different materials – a soft, fluid jersey fabric and a stiff fabric – creates a rigid yet flexible texture. A structured form is born from sticking pieces together that have been cut into geometric shapes. Through the application of a bonding technique developed for active wear and thinking beyond the horizon, the possibilities for new materials are endless.“

Es gibt auch noch ein schönes Bild aus der Nähe, hier gepinnt.

Also, die geometrischen Muster sind auf einem fließenden Jersey aufgeklebt. Als T-Shirt-Stoff nehme ich Viskose-Jersey. Für die Muster brauche ich ein nicht fransendes Material, das glatt und steif, aber nicht zu dick ist und sich aufkleben lässt. Folgende Möglichkeiten sind mir eingefallen:

  1. Flexfolie zum Aufbügeln, wie bei Plottern verwendet. Ein paar Proben habe ich mir schicken lassen.
  2. Veganes Leder (vor allem als SnapPap bekannt) mit Vliesofix. Lässt sich angeblich färben, kleben und waschen. Franst nicht, aber auch relativ dick. Auch vorhanden
  3. Diverse beschichtete Stoffe mit Vliesofix. Fransen nicht und gibt es in vielen Variationen. Ich habe zwei Stoffe da, und mir bei Extremtextil Stoffproben bestellt.

Falls jemand Tipps oder sonstige Ideen hat, immer her damit!

Ich habe alles mal auf einem Stoffrest ausprobiert:

  1. Flexfolie: Relativ dünn, wie vermutet. Keine Unterschiede zwischen normaler (neongrüner) und (blauer) Spezialfolie (für Nylon, Leder, etc.) erkennbar. Man kann damit vor allem den visuellen Effekt erzeugen, nicht so sehr den haptischen, der Fall des Stoffes wird kaum beeinflusst. Allerdings ist sie einfach in der Verarbeitung und es gibt sie in unzähligen Farben.
  2. Das mit dem Färben von dem veganen Leder hat schon mal nicht so gut geklappt, lag aber sicher an mir, zu wenig gerührt. Zuschnitt und Aufkleben mit Vliesofix hat gut geklappt, allerdings ist das Material zu steif.
  3. Bei dem weinroten Stoff hat die Beschichtung die heiße Temperatur beim Aufkleben nicht vertragen, der silbriggraue lässt sich gut verarbeiten. Der letzte ist momentan mein Favorit, von der Haptik und der Farbe. Die Stoffproben von Extremtextil sind sehr unterschiedlich in der Dicke und Beschichtung, vielleicht probiere ich da noch ein oder zwei. Haben aber den Nachteil, dass es nur wenige, unbunte Farben gibt.

Weiterer Plan: noch ein bisschen herum experimentieren, den Stoffrest oft in die Waschmaschine stecken, um zu sehen, ob die Verklebung hält. Einfachen weiten T-Shirt Schnitt suchen, Jersey aussuchen, fertig machen.

Bei dem schwarzen T-Shirt, das ich letztes Mal gezeigt habe, wird eine Technologie names 3D Steam Stretch“ verwendet. Auf YouTube kann man sich dazu ein hübsches, aber auch sehr entmutigendes kleines Video anschauen. Ich habe mir trotzdem mal zwei Bücher ausgeliehen, in denen das Smoken erklärt wird, vielleicht lässt sich ja damit etwas Ähnliches erzielen. Das wird aber nicht bis zum nächsten Termin fertig.

Alle Zwischenergebnisse des Sew Alongs werden bei Yvonet hier gesammelt.

MMM: Kantenrock und Kuschelpullover

Es ist wieder Me-Made-Mittwoch!

Ich habe noch zwei warme Teile genäht, ein Pullover aus „Alpenfleece“, und ein Rock aus Wollwalk, beide Stoffe vom Stoffmarkt.

Der Schnitt für den Pullover ist aus Burda 09/2012, Nr. 106. Mit runden Halsausschnitt vorne und hinten und langen Ärmeln. Damit geht etwas die Eleganz des Originalentwurfs verloren, aber ich brauche einen Pullover für den Alltag und der erfordert lange Ärmel als Kälteschutz. Der Kragen sollte mit Volumenvlies gepolstert werden. Hab ich vergessen, sieht bestimmt besser aus.

Der Stoff für den Rock ist so dick, dass ich Angst hatte mit normalen Nähten dicke Wülste zu erzeugen. Ich habe deshalb die Stoffteile zum Steppen übereinander gelegt, dadurch bleibt eine Kante sichtbar. Fällt am fertigen Rock gar nicht so auf, ich kann mir aber vorstellen, dass die Kanten mit der Zeit abstehen werden. Weil es so gut zum Thema passt, verlinke den Beitrag auch mit den Stoffspielereien im Januar zum Thema „Ecken und Kanten“.

Die Taschen sind einseitig angeschnitten und verstecken sich wunderbar hinter den vorderen Kanten. Der Reißverschluss ist hinter einer der hinteren Kanten versteckt, der beult allerdings etwas. Auf dem Bild vom Innenleben sieht man übrigens die Stoffseite, die vermutlich die rechte sein soll. Mir gefällt die andere Seite besser, weil ungewöhnlicher und bunter.

Das Schnittmuster ist übrigens ebenfalls Burda, 07/2016, Nr. 116. Ohne hintere Abnäher (akute Wulstangst!) und Bund – der täte der Passform allerdings sicher gut -, dafür mit Futter.

Jetzt reicht es mir mit Winterklamotten.