WKSA: Zwischenstand

So ein Weihnachtskleid-SewAlong ist doch sehr motivierend. Ohne diese Aktion hätte ich mir nämlich erstens gar kein Kleid genäht, sondern wäre am 24. ratlos vor dem Kleiderschrank gestanden, zweitens hätte ich mir bestimmt nicht dieses Kleid im Dezember genäht und drittens hätte ich mir nicht letzte Woche die Zeit genommen, um heute einen Zwischenstand präsentieren zu können. Aber dank WKSA bin ich auf einem guten Weg für ein neues, geliebtes und bequemes Kleid.

Ein paar Hindernisse gab es auch, beim Einnähen des nahtverdeckten Reißverschlusses:

Ähäm… Und ich habe es tatsächlich erst nach dem Bügeln gemerkt. Ich brauche besseres Licht in meinem Nähzimmer.

Ansonsten habe ich mich brav an meinen Plan gehalten, erst die Falten geheftet und genäht:

Dann den Halsausschnitt angepasst:

Und dann alles zusammengeheftet. Und dann die erste Anprobe. Die Spannung steigt:

 

Puh! Ich bin richtig glücklich, es passt gut und fühlt sich angenehm an und drei Tage Weihnachtsschlemmen haben auch wunderbar Platz.

Jetzt warte ich erst mal auf den bestellten Rollsaumfuß, mit dem ich die Rüschen und Säume schön schmal absteppen möchte. Und widme mich wieder den Weihnachtsgeschenken.

Und ihr so? Hier gibt es alle Zwischenstände.

WKSA: erst mal Theorie

Wow, da habe ich letzte Woche aber viel Zuspruch bekommen , um die blumigen Viskose zu verarbeiten. Vielen Dank für eure vielen Kommentare und die Tipps für alternative Schnitte! Ich bleibe jetzt bei dem Burda-Schnitt 12-2016-107, er ist ja schon da und gefällt mir auch. Apropos da: ich musste das Schnittmuster vergangene Woche erst mal gefühlt eine Stunde lang suchen. Immerhin bewies mir die Rechnung der Plotterfirma, dass es irgendwo sein musste, und irgendwann wurde ich doch fündig.

Dann habe ich prokrastiniert und lieber im Internet nach genähten Exemplaren in Netz gestöbert. Und wurde auch fündig, aber: die Rezensionen verheißen viel Anpassungsarbeit! In der burda-community gab es schon mal einen ziemlichen Verriss: Halsausschnitt zu eng, Oberweite zu eng, Schulternaht zieht nach vorne. Vielleicht findet man deshalb nicht mehr Beispiele im deutschen Internet. Auf Patternreview.com gibt es auch ein abschreckendes Exemplar, aber die Dame hat, glaube ich, die falsche Größe genommen.

Auf der russischen burda-Seite gibt es dagegen Unmengen an Beispielen zu sehen, und, soweit ich überblicke, ist hier die Kritik nicht ganz so stark.  Die russische burda-community ist wunderbar zum Stöbern. Mädels, da können wir beim Posen noch etwas lernen! Und der Google Translator liefert hübsche Übersetzungen: „Es war leicht genäht, aber die Wahrheit hat sich nicht sofort mit den Falten befasst, aber sie hat es trotzdem herausgefunden!“ Oder: „Das Kleid auf dem Muster ist weit und ich habe es alleine erwürgt.“ Yeah!

Ich wage mich trotzdem daran. Gibt ja nichts besseres als einen Sew-Along, um nicht auf halbem Weg aufzugeben. Ich werde erstmal anhand der Belege eine angenehme Halsweite suchen, dann die Falten legen und steppen und dann das mittlere Vorderteil daraus zuschneiden, heften und dann sehen wir weiter. Für das Kleid reicht der Stoff, für längere Ärmel vermutlich nicht.

Ach ja, dann brauche ich wohl noch ein Unterkleid. Oje, ob mir dafür die Zeit reicht? Und das Aldaia-Kleid wird auf später verschoben.

Mehr definitive Weihnachtskleid-Pläne gibt es auf dem MMM-Blog zu sehen.

MMM im Alte-Damen-Hipster-Look

Eine kurze Recherche in diversen Online-Versandhäusern hat ergeben: Hosenröcke sind mega-out. Außer man bezeichnet natürlich Culottes als Hosenröcke, dann sind sie mega-in. Wie auch immer, den Hosenrock-Hype in der Nähbloggerwelt habe ich nur lesend erlebt, aber burda bringt ja zuverlässig einmal im Jahr einen Hosenrock-Schnitt heraus, und diesmal habe ich auch genäht.

Der Schnitt aus dem Heft 6/2018 kommt mit bebildeter Anleitung, eine sehr angenehme Erfahrung, können die von burda ruhig öfter machen. Nun habe ich auch endlich kapiert, wie man den Beleg an einem Nahtreißverschluss annäht: sowohl die Nahtzugabe des Belegs als auch die Nahtzugabe, auf die der Reißverschluss  festgenäht ist, nach außen klappen und mitsteppen. Dann den Beleg nach innen legen und dabei die Ecke ausformen. Kapiert? Ein Bild sagt mehr als tausend Worte… Übrigens, falls den Schnitt jemand nachnähen will, die inneren Beinnähte sind ungleich lang, Fehler im Schnittmuster.

Nach der ersten Anprobe musste ich den Hosenrock an der Taille nochmal ordentlich enger machen, aber jetzt trägt er sich wunderbar. Luftig für warme Tage, genug Stoff für kühlere, und wandern kann man damit auch ganz wunderbar, nichts zwickt.

Der Schnitt für das Oberteil ist von Simplicity, aus der „Meine Nähmode“ 5/2017, vorne ganz schlicht, hinten überlappend. Sehr schnell genäht. Der Stoff ist aus dem René Lezard Werkverkauf. Rosa mit Glitzer! Mir gefällt er tatsächlich, allerdings ist er etwas steif und ziemlich kühl, deshalb werden das Oberteil und ich wohl keine Freunde werden.

Beim Me-Made-Mittwoch ist heute Mottotag: was darf mit in den Urlaubskoffer. Unser nächster Urlaub ist noch eine Weile hin, und da es Ende August nach Dänemark geht, werde ich wohl bald mal das Projekt Regenjacke in Angriff nehmen. Allerseits einen schönen Urlaub oder herrliche Sommertage zu Hause!

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