Bilanz 2017

Kurz vor Silvester ist Zeit und Gelegenheit für ein bißchen Rückblick und gute Vorsätze.

Das vergangene Jahr war ein Jahr voll mit Ausprobieren, und das ist doch eine feine Sache. Shibori, Cyanotypie, Gelliprint, Färben, um nur einiges zu nennen. 2018 möchte ich Techniken vertiefen, besser und sicherer beim Anwenden werden. Auf meiner Lister steht zum Beispiel ein Tuch nach dem Buch „Stitched Shibori“ von Jane Callender, da kann man bestimmt viel Zeit mit verbringen.

 

Genäht habe ich auch so einiges. Nach meiner Statistik, die ich für dieses Jahr mal aus Neugierde geführt habe, habe ich tatsächlich an die 75 m Stoff vernäht und sonstwie verarbeitet. Wow, hätte ich gar nicht gedacht. Ich habe allerdings auch an die 115 m Stoff neu gekauft, eine Differenz von 40m. Wo sollen die sein? Mein Stoffregal ist zwar gut gefüllt, aber dass da so viel Platz war, erstaunt mich. Nun denn, ich ersticke noch nicht in Stoff, keine Pläne für irgendwelche Stoffdiäten also. Ich gelobe aber mehr Zurückhaltung bei Schnäppchen. Hahaha…

Tatsächlich bin ich recht zufrieden mit meinen Nähergebnissen. Kleider und Hosen sind einige entstanden, das meiste wird gern getragen. Aber tatsächlich keine einzige Jacke! 2018 soll mein alter Daunenmantel ersetzt werden, den ich unter 5°C dauertrage. Und eine Regenjacke, mit der man auch gut Fahrrad fahren kann. Und alles andere – Röcke, Kleider, Oberteile – nähe ich weiter nach Lust und Laune.

 

Bei den Stoffspielereien bin ich dieses Jahr eingestiegen, mit sehr viel Spaß. Auch dafür habe ich jetzt eine Seite gebastelt, mit meinen Beiträgen. Ich freue mich definitiv schon auf die nächsten Runden, hoffe auf gute Ideen, und nehme mir vor, alle Ideen in etwas Nutz- oder Tragbares zu verwandeln.

 

Last but not least alle Arbeiten auf und mit Papier. Stempeln, drucken, kleistern, falten, Bücher binden und Schachteln bauen. Tatsächlich zeige ich das Meiste davon nicht auf meinem Blog, weil ich es als nicht gut oder spannend genug empfinde. Aber in den nächsten Monaten will ich noch mehr mit Papier machen, auch hier besser und sicherer werden. Und mehr davon zeigen.

So, genug trockener Text und genug Pläne für 2018. Ich freue mich darauf, auch nächstes Jahr wieder mit euch zusammen zu werkeln, virtuell oder „in echt“. Habt einen guten Start ins Neue Jahr!

Kleisterpapier-Kurs

Am Wochenende war ich in einem Kleisterpapier-Kurs der sehr sympathischen Tanja Karipidis. Es hat sehr großen Spaß gemacht, in die Welt der Buntpapiere einzutauchen (naja, es war wohl eher ein ‚mal den Kopf ins Wasser stecken‘). Nicht nur, weil Tanja die Teilnehmerinnen mit ihren unterschiedlichen Vorkenntnissen sehr souverän angeleitet hat, sondern auch weil sie viele, viele Kisten mit Farben und Material dabei hatte. Herrlich! Und, weil so ein Werkeln in einer Gruppe immer lustig und bereichernd ist.

Zweifarbig gestrichenes Kleisterpapier
Ein roter und ein blau gestrichener Bogen aufeinander gelegt, mit Musterrolle angedrückt und wieder abgezogen
Mein Liebling: Farbauftrag in gelb, grün, braun und dann die Farben verwischt
Rot gestrichenes Kleisterpapier, mit Musterrolle und Kamm bearbeitet
Blau und gold
Rot und blau gestrichenes Papier, mit Kamm, Stempel und Musterrolle bearbeitet

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Papier-Upcycling

Papier-Upcycling, gibt es so etwas? Brigitte Baumann nennt ihr Buch „Neues aus alten Zeitungen“, aus dem die Ideen für meine beiden Projekte entstammen. Das Buch aus dem Haupt-Verlag ist sehr ansprechend: anregende Projekte, schöne Bilder, übersichtliches Layout und unterhaltsame Texte.

Das erste Werk ist ohne große Abwandlung aus dem Buch übernommen. Ein Kranz aus quadratischen Zeitungsschnipseln, zusammengeknüllt und wieder glatt gestrichen und dann auf Draht aufgezogen.

Ich habe versucht, die Quadrate so auszuschneiden, dass die Vorderseite farbig ist, die Rückseite Text hat. Ganz durchgängig ist es mir nicht geglückt. Zeitungen heutzutage sind sehr farbig geworden, das ist mir beim Schneiden bewusst geworden. Seit wann sind Zeitungen eigentlich durchgängig von vorne bis hinten mit Farbfotos ausgestattet, war das in den 90ern auch schon so?

Jetzt ziert der Kranz unsere Tür. Da sieht er zwar etwas mickrig aus mit seinem 24 cm Durchmesser, aber irgendwann war meine Schnipselgeduld erschöpft.

 

Für das zweite Werk habe ich die Grundidee des Papierwebens aus dem Buch übernommen und eine Schachtel entstehen lassen.

Für die Streifen wurde eine alte britische „ELLE“ zerfleddert, Hochglanzpapier und auch sehr bunt. Die Streifen liegen 4-fach, um Stabilität zu erzeugen, und der Randstreifen ist innen mit einem Kartonstreifen verstärkt.

Die erste Schachtel ist um einen Streifen breiter in Länge und Breite und passt dadurch gut als Deckel über die zweite Schachtel.

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