Vom Laufsteg in den Kleiderschrank (IV): Schubladen-Idee

Ich mache es kurz: diesmal greife ich eine Idee aus der zweiten Runde auf, für die damals keine Zeit war, weil mir der Samt den letzten Nerv geraubt hat.

Für den Sweater aus der Frühjahr 2017 Kollektion von Stella McCartney hatte ich mir damals schon Probestoff und blauen Sweatshirt-Stoff besorgt, es steht also nichts im Wege, um gleich mit dem Nähen loszulegen. Außer der to-do-Liste mit 100 anderen Punkten.

Quelle: vogue.com

Aber damit der Spaß an der Inspirationsrunde nicht ganz auf der Strecke bleibt, noch ein paar Bilder aus der Erdem H/W-Kollektion. Erdem entwirft die diesjährige Designerkollektion für H&M, und wenn die so schön ist, wie seine Laufstegmodelle, dann hätte ich davon gerne etwas.

Ein paar meiner Favoriten:

www.vogue.com
Quelle: www.vogue.com
Quelle: www.vogue.com

Schön, oder?

Wer bei der Sommerrunde vom „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“ noch mitmacht, seht ihr hier.

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank (III): come Armani, sorta di

Tadaaa, ein Armani-inspiriertes Outfit vom Scheitel bis zum Knöchel:

Eigentlich sollte es ja nur die Hose werden, aber dann ergab sich auch der Rest noch. Aber eins nach dem anderen.

Beim letzten Mal hatte ich ja schon berichtet, dass ich den Schnitt für die Hose schon probegenäht und für gut befunden hatte. Beim Zuschneiden stellte ich mich eine Weile an, weil der Stoff ein Streifenmuster hat, bei dem die Streifen immer breiter werden: 2cm-3cm-4cm-5cm-2cm-3cm… Das kommt davon, wenn man Vorhangstoff für Bekleidung verwendet. Ich wollte symmetrische Beine (wenigstens bei der Hose), aber irgendwann sah ich ein, dass das nicht geht, weil Vorder-und Rückseite leicht unterschiedlich sind und wie man am Ergebnis sieht, fällt es auch gar nicht auf.

Die Hose entstand (wie auch das Kleid vom letzten Mittwoch) schon Anfang Juni, an einem wunderbaren Nähwochenende bei Gabi Ilius, die, auch wenn drei Leute gleichzeitig „nur mal kurz“ ne Frage haben, immer gelassen und fröhlich bleibt. Ihre professionelle Hilfe beim Anprobieren und die vielen hilfreichen Tipps beim Nähen sind unschlagbar und das gemeinsame Nähen macht sowieso immer viel Freude.

Der Schnitt ist burda 11/2016, Nr. 119 in Gr. 42. Allerdings schmäler – links und rechts jeweils 2 cm bei den Hosenbeinen weggenommen und eine Bundfalte zugelegt. Und der Bund ist schmäler geworden.

Die Hose trägt sich sehr angenehm, luftig leicht. Weil sie leicht durchsichtig ist, habe ich eine abgeschnittene Strumpfhose drunter an. Ich werde mir wohl noch eine Art Radlerhose nähen, die etwas länger ist als die jetzige Lösung.

Tja, und dann hatte ich noch Zeit für das Oberteil. Bei der Suche nach einem Schnitt, bei dem die Streifen durch Drapierung etwas in Bewegung sind, bin ich bei So! Pattern fündig geworden. Das Shirt Mono besteht nur aus  einem Schnittteil, so dass man nur eine Seitennaht hat und sich auf der anderen Seite Drapierung ergibt. Mein Baumwoll-Jersey ist aber etwas zu dick dafür, Viskosejersey wäre für den Schnitt sicher die bessere Wahl.

Den Hut wollte ich nicht kopieren, der ist einfach zu genial. Aber dann entdeckte ich beim Blättern durch eine alte burda (5/2009) einen Schnitt für einen Sommerhut, es war noch Zeit vor dem Urlaub und Stoff da.

Hier also im Vergleich Original und Kopie:

Quelle: www.vogue.com

 

Ich will mir gerade bei Hut und Shirt nicht anmaßen zu sagen, das wäre eine Armani-Kopie. Aber für den Spaß, als Gesamtkunstwerk herumzulaufen, waren es die paar Stunden Mehraufwand wert.

Und hier noch ein paar Bilder mit der Lissabonner Standseilbahn als Hintergrund:

Mein Sohn hatte auch seinen Spaß an meiner Verkleidung. Damit ist klar, wo der Hut landen wird.

Ob die anderen Damen der „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“-Runde soviel Spaß mit ihren Werken hatten, findet ihr hier. Vielen Dank, Yvonne und Monika, für die Organisation!

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Vom Laufsteg in den Kleiderschrank (III): Zwischenstand

Die Kommentare vom Inspirationspost waren ja sehr für Armani. Ich beuge mich dem Leserinnen-Willen.

Auf der Suche nach halbtransparenten Stoff bin ich in der Vorhang-Abteilung gelandet. Bei stoffe.de gab es einen Dekostoff mit einer Mischung aus Acetat, Baumwolle, Leinen und Polyester, der mir sehr gut gefällt.

Anders als in der letzten Runde konnte ich so gar keine anderen Bilder von den Stücken als den Laufsteg-Photos finden. Ich meine, die Models tragen einfach Leggings drunter. Ich hätte einen violetten Jersey-Stoff da, der gut zum Oberstoff passt, entweder nähe ich daraus eine „Unterhose“, oder ich nehme einfach fertige Leggings. Für das Oberteil hätte ich geringelten rot-weißen Jersey da.

In der Zwischenzeit ist hier eine grüne Bundfaltenhose aus Leinen entstanden, sozusagen als Probehose. Der Schnitt ist aus der Burda 11/2016. Die Hose sitzt sehr gut, ich werde bei Gelegenheit mal ausführlicher berichten. Allerdings möchte ich für dieses Projekt hier den Schnitt nicht ganz so weit, daher werde ich eine der Bundfalten zulegen und die Hosenbeine enger machen.

Kommenden Freitag geht’s zum Nähwochenende, ich freu mich darauf! Da wird bestimmt einiges weggeschafft.

Mehr Zwischenstände zum Projekt „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“ gibt es bei Yvonne.

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank (III): Auf der Suche nach Hosen

Diesmal soll es eine Hose sein. Immer wieder nehme ich mir vor, mehr Hosen zu nähen, aber dann kommt meistens was dazwischen. Also wird die neue Runde von „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“ mit dem Hosenplanen verbunden.

Nun sind Hosen nicht die häufigsten Kleidungsstücke auf den Laufstegen, und die gezeigten sind oft einfach gehalten, was Schnitt und Raffinesse anbelangt. Da bliebe als einzige Herausforderung, einen passenden Stoff zu finden.

Übrigens war vor ungefähr 18 Jahren tatsächlich eine Laufsteginspiration mein erstes Nähprojekt. Meine Mutter kaufte mir neben der Nähmaschine noch einen wunderbar weich fallenden Viskosestoff, mit dem ich eine Hose von Claude Montana nachnähte. Die Hose hatte keinen Bund, sondern wurde mit einem Gürtel zusammengehalten, und der Stoff stand oben über. So wie eine Tüte, die man mit einem Gummi schließt. Die Hose wurde erstaunlich gut, mit Reißverschluss und Taschen, aber besonders gut saß sie vermutlich nicht. Leider habe ich weder die Hose noch die Inspirations-Zeitschrift mehr. Noch nicht mal ein Foto davon, so waren die Zeiten damals.

Zurück in die Gegenwart, dank Internet lassen sich die Laufsteg-Modelle inzwischen bestens recherchieren. Ich habe mal drei Modelle in die engere Auswahl genommen. Erstens ein Modell von Giorgio Armani Spring 2016 Ready-to-Wear (das Oberteil finde ich auch großartig, ganz zu schweigen vom Hut), zweitens aus der Zweitlinie Emporio Armani 2017er Kollektion, und drittens ein Modell von Issey Miyake, das ich in der ersten Runde schon mal gezeigt habe.

Quelle: www.vogue.com

 

Quelle: www.vogue.com

 

Quelle: www.vogue.com

Welche es wird, weiß ich noch nicht. Was meint ihr?

Übrigens, noch ein kleiner Tipp für Inspirationsquellen: auf Issuu kann man auch manche internationale Ausgaben von Vogue, etc. durchblättern.

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank (II): Quälerei am Ende

So, ich erkläre dieses Projekt für beendet. Wenn ich es nicht schon hier im Blog vorgestellt und viele Erwartungen geweckt hätte, wäre es schon vor längerem in irgendeiner Ecke gelandet. Und wenn nicht der Stoff so schön wäre…

Ja, der Stoff. Der ist schuld an der ganzen Misere. Flutschiger Samt, der viel, viel Heften, Auftrennen, Neunähen und Handnähen benötigte. Absolut kein Spaß. Dennoch sehr, sehr schön, und angenehm zu tragen, so dass ich trotz allem nicht ausschließe, mal wieder etwas davon zu bestellen.

Wobei das Tragen bislang auch nur für die Fotos stattfand. Es ist einfach zu kalt.

Die Rückseite: wenig vorteilhaft…

Nochmals als Zusammenfassung: Das war die Vorlage.

Quelle: www.victoriabeckham.com
Quelle: www.victoriabeckham.com

Der Samt ist vom französischen Versender Bennytex, das Oberteil ist mit leichter Viskose – wie im Original weiß – gefüttert. Der Schnitt für das Oberteil ist aus burda 12/2012, Hals- und Armausschnitt vergrößert. Der Schnitt für den Rock ist aus burda 8/2015, dabei das Vorderteil oben deutlich weiter gemacht, um die Mehrweite für den Gummismok und die Kellerfalte zu erzielen.

Yvonne hat in ihrem Beitrag zu dieser Runde für „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“ so nett sich selbst und alle anderen daran erinnert, dass die Aktion eine entspannende Freizeitbeschäftigung seien sollte. Nun, entspannend war es diesmal nicht. Spaß macht es trotzdem. Deshalb will ich auch zukünftig dabei sein. Vielleicht mit dem Oberteil von Stella McCartney, das ich erstmal verschoben habe, vielleicht auch erst mal mit einem Sommerkleid. Ich mach mich mal auf die Suche…

Alle Ergebnisse dieser Runde gibt es hier. Vielen Dank, Monika, für die Organisation!

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank (II): Zwischenstand

Zur Zwischenrunde haben Monika und einige der Teilnehmerinnen ja schon mächtig vorgelegt. Ich habe außer Material noch nichts vorzuweisen, deswegen wird es diesmal kurz.

Claudia von buntekleider hat mich nach meinem Inspirations-Post auf den französischen Versender Bennytex hingewiesen, der tollen, weich fallenden Pannesamt aus 88% Viskose und 12% Seide im Angebot hat. Bei den Farben hat man die Qual der Wahl, ich habe mich für ein gelbliches Grün entschieden.

Damit habe ich keine Ausreden mehr, um auch das Ensemble á la Victoria Beckham anzugehen. Schnitttechnisch sehe ich keine großen Herausforderungen. Das Oberteil ist ein locker fallendes, ärmelloses Top, vorne mache ich den Saum gerundet, hinten gerade, gefüttert mit leichter Viskose. Der Rock wird aus drei Rechtecken entstehen, an der Taille mit Gummi-Smock.

Für das Oberteil nach Stella McCartney habe ich leichten Sweat („French Terry“). Ich habe beim lokalen Stoffladen einen melierten Stoff aus 100% Baumwolle gefunden, war allerdings ein Rest mit 1.20m. Ob das reicht, wird sich noch zeigen. Für den Schnitt nehme ich ein enges Shirt mit Fledermausärmeln als Ausgangsbasis, die Ärmel werde ich selber basteln müssen. Ich habe 3m lila Probestoff, das dürfte reichen für mehrmaliges Ausprobieren. Jeansstoff kaufe ich, wenn ich weiß, ob der dunkelblaue Sweat reicht.

 

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank (II): Brit Chic

Auf ein Neues bei dem inspirierenden Sew-Along „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“, diesmal zu Gast bei Monika von wollixundstoffix.

Die letzten Tage habe ich ausführlich Laufsteg-Bilder gesurft und in meinem Inspirations-Bilderordner gestöbert. Dabei ist mir aufgefallen, dass vieles von dem, was mir gut gefällt, vor allem durch die Stoffe so gut wirkt. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein wichtiger Teil der Designarbeit  neben dem Entwurf des Kleidungsstückes auch das Finden bzw. Entwickeln des passenden Stoffes ist.

Zum Beispiel die Frühjahr-Kollektion 2017 von Victoria Beckham, die mir fast ausnahmslos gefällt, ganz besonders das hier:

Quelle: vogue.com

Keine Ahnung aber, woher ich crushed silk velvet bekommen könnte. Billigen Poly-Pannesamt als Ersatz will ich nicht, zu wahrscheinlich, dass man sich darin zu Tode schwitzt und das Ganze aussieht wie… Poly-Pannesamt eben. Im Netz habe ich bislang nichts Passendes gefunden, aus einem anderen Stoff sieht das Ensemble vermutlich nur langweilig aus, daher habe ich diese Idee erst mal abgehakt.

Ein weiterer Favorit ist Stella McCartney, hier besonders die Spring 2016 ready-to-wear Kollektion, zum Beispiel dieses hier:

Quelle: vogue.com

Auch hier habe ich keine rechte Vorstellung, wo man einen vergleichbaren Stoff mit transparenten Streifen herbekommen könnte. Ach, in Berlin oder London müsste man leben.

Gut, nächster Versuch also. Überdimensionierte Ärmel findet man in den Frühjahr 2017 Kollektionen so einige, dieses Beispiel hier – wieder von Stella McCartney – gefällt mir gut:

Quelle: vogue.com

Sollte zumindest kein Stoffproblem werden. Wie sich das schnitt-technisch nachmachen lässt, werde ich erst noch recherchieren müssen, aber das macht bei dieser Aktion ja am meisten Spaß. Das nächste Treffen ist dann am 31.3., bis dahin sollte ich einen Plan haben.

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank (I): Cut and Stick

Die Teilnehmerinnen des Sew-Alongs „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“ zeigen ihre Ergebnisse. Gleichmal vorab: eine wunderbare Aktion! Das Inspirationen suchen und Ideen umsetzen und das Entstehen aller Werke zu sehen macht Spaß! Wer auch mitmachen will: die nächste Runde startet am 15.3.

Hier ist mein von Issey Miyake inspiriertes T-Shirt.

Ausgangspunkt war die Spring 2017 Ready-To-Wear Kollektion, die viele Beispiele großflächig verklebter Modelle zeigt, als „cut & stick“ beschrieben. Letztendlich habe ich als Vorlage dieses Muster genommen:

Quelle: vogue.com
Quelle: vogue.com

Letztes Mal habe ich schon über die Herangehensweise berichtet. Ich bin bei dem silbrigen beschichteten Baumwollstoff geblieben, verklebt auf graublauen Baumwolljersey von Stoff & Stil. Der Jersey ist leicht samtig, fühlt sich gut an, verzeiht aber keine Fehlstiche, die Löcher sind nach dem Trennen deutlich zu sehen.

Zum Verkleben habe ich Thermofix, das im Hobbyschneiderin24-Forum für Applikationen häufig empfohlen wird, verwendet. Bei Vliesofix hat mich verunsichert, das bei der Anwendungsbeschreibung explizit als letzten Schritt das Umnähen der Kanten beschrieben wird. Bislang haben aber auf den Probelappen die Applikationen mit beiden Klebern ein paar Wäschen ohne Ablösen und Ausfransen überstanden.

Auf dem Bild sieht man im Hintergrund meine ersten Klebeversuche: der rote Stoff war nach dem Waschen ab, die rückwärtige Beschichtung mochte die Heißverklebung nicht. Das vegane Leder ist zu steif und verzieht den dünnen Jersey, die Flexfolie hält zwar gut, ist aber nicht steif genug.

Auf dem Bild das T-Shirt von links, man sieht schön den Effekt.

Der Schnitt ist ein einfaches überschnittenes T-Shirt aus der Fashion Style 10/2016 in Größe 38.

Und weil ich etwas spät dran bin und heute Mittwoch ist, gibt es auch noch den Link beim Me-Made-Mittwoch. Heute zeigt Mema eine perfekt abgestimmte Stoffauswahl. Das möchte ich auch mal schaffen…

EDIT:  Jetzt habe ich die Lücke am Hals auch noch zugeklebt…

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank (I): Versuche

Letzte Woche habe ich die Zeit mit Recherche verbracht, um herauszufinden, wie die Stoffeffekte bei Issey Miyake entstehen. Auf der Homepage zur Spring Summer Collection 2017 (2016.10.01) bin ich fündig geworden:

„Introducing “Cut & Stick,” a new material which enables various materials to be cut freely in any shape and stuck together using heat. Sticking together two different materials – a soft, fluid jersey fabric and a stiff fabric – creates a rigid yet flexible texture. A structured form is born from sticking pieces together that have been cut into geometric shapes. Through the application of a bonding technique developed for active wear and thinking beyond the horizon, the possibilities for new materials are endless.“

Es gibt auch noch ein schönes Bild aus der Nähe, hier gepinnt.

Also, die geometrischen Muster sind auf einem fließenden Jersey aufgeklebt. Als T-Shirt-Stoff nehme ich Viskose-Jersey. Für die Muster brauche ich ein nicht fransendes Material, das glatt und steif, aber nicht zu dick ist und sich aufkleben lässt. Folgende Möglichkeiten sind mir eingefallen:

  1. Flexfolie zum Aufbügeln, wie bei Plottern verwendet. Ein paar Proben habe ich mir schicken lassen.
  2. Veganes Leder (vor allem als SnapPap bekannt) mit Vliesofix. Lässt sich angeblich färben, kleben und waschen. Franst nicht, aber auch relativ dick. Auch vorhanden
  3. Diverse beschichtete Stoffe mit Vliesofix. Fransen nicht und gibt es in vielen Variationen. Ich habe zwei Stoffe da, und mir bei Extremtextil Stoffproben bestellt.

Falls jemand Tipps oder sonstige Ideen hat, immer her damit!

Ich habe alles mal auf einem Stoffrest ausprobiert:

  1. Flexfolie: Relativ dünn, wie vermutet. Keine Unterschiede zwischen normaler (neongrüner) und (blauer) Spezialfolie (für Nylon, Leder, etc.) erkennbar. Man kann damit vor allem den visuellen Effekt erzeugen, nicht so sehr den haptischen, der Fall des Stoffes wird kaum beeinflusst. Allerdings ist sie einfach in der Verarbeitung und es gibt sie in unzähligen Farben.
  2. Das mit dem Färben von dem veganen Leder hat schon mal nicht so gut geklappt, lag aber sicher an mir, zu wenig gerührt. Zuschnitt und Aufkleben mit Vliesofix hat gut geklappt, allerdings ist das Material zu steif.
  3. Bei dem weinroten Stoff hat die Beschichtung die heiße Temperatur beim Aufkleben nicht vertragen, der silbriggraue lässt sich gut verarbeiten. Der letzte ist momentan mein Favorit, von der Haptik und der Farbe. Die Stoffproben von Extremtextil sind sehr unterschiedlich in der Dicke und Beschichtung, vielleicht probiere ich da noch ein oder zwei. Haben aber den Nachteil, dass es nur wenige, unbunte Farben gibt.

Weiterer Plan: noch ein bisschen herum experimentieren, den Stoffrest oft in die Waschmaschine stecken, um zu sehen, ob die Verklebung hält. Einfachen weiten T-Shirt Schnitt suchen, Jersey aussuchen, fertig machen.

Bei dem schwarzen T-Shirt, das ich letztes Mal gezeigt habe, wird eine Technologie names 3D Steam Stretch“ verwendet. Auf YouTube kann man sich dazu ein hübsches, aber auch sehr entmutigendes kleines Video anschauen. Ich habe mir trotzdem mal zwei Bücher ausgeliehen, in denen das Smoken erklärt wird, vielleicht lässt sich ja damit etwas Ähnliches erzielen. Das wird aber nicht bis zum nächsten Termin fertig.

Alle Zwischenergebnisse des Sew Alongs werden bei Yvonet hier gesammelt.

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank (I)

Yvonne von yvonet und  Monika von wollixundstoffix haben sich die Aktion „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“ ausgedacht und eingeladen mitzumachen. Dabei soll im Zweimonatsrhythmus Designerkleidung nachgenäht werden.

Das finde ich ausgesprochen spannend, allerdings hatte ich so schnell nicht einen Plan parat und wollte mir das Mitmachen für später aufheben. DANN allerdings habe ich eines Abends doch begonnen,  meine Pins und Fotos durchzusehen. Und blieb ziemlich schnell bei Issey Miyake hängen, einen Designer bzw. ein Name, den ich schon lange spannend finde. Nun hat das Linktool noch geöffnet, dann springe ich doch noch auf in der ersten Runde.

Auf Pinterest habe ich ein paar Sachen abgelegt, die mich besonders ansprechen. Spannend bei Issey Miyake finde ich vor allem die Stoffmanipulationen, darauf möchte ich meinen Fokus legen.

Das hier spricht mich sehr an, da werde ich aber erst viel ausprobieren müssen, um zu sehen, ob das nachzumachen geht.

Quelle: vogue.com

Das hier scheint eher machbar zu sein, entweder durch dickflüssig Farbe auftragen oder Material aufkleben.

Quelle: vogue.com

Vielen Dank, Yvonne und Monika, für diese schöne Aktion! Hier gibt es erste Ideen zu sehen.