MMM im Schlupfanorak

Ich hatte vor 25 Jahren mal einen Wende-Schlupf-Anorak, in meinem ersten Nähleben. Von dem ist nichts geblieben, außer einem verschwommenen Foto und der Erinnerung, dass das eines meiner gelungensten Teile und viel getragen war. Die Zeiten vor Online-Dokumentation und allgegenwärtigen Fotos.

Jedenfalls  weckte das Schnittmuster „The Landgate“ von Merchant & Mills an diesen Anorak den Wunsch in mir, mal wieder so einen Schlupfanorak haben zu wollen. Um das Stofflager etwas abzubauen, verkniff ich mir auch, zu dem Schnittmuster einen dieser schönen oilskin-Stoffe aus beschichteter Baumwolle mitzubestellen, und nahm statt dessen einen Stoff, der aus dem René Lézard Lagerverkauf vom letzten Jahr stammt. Zweilagige Microfaser, auf der Außenseite perlt das Wasser wie Quecksilber.  Die Farbe ist auch in echt undefinierbar, irgendwo zwischen altrosa und lachs.

Nach viel Überlegen genäht in Größe S, was eine Mehrweite von 10 cm an der Hüfte bedeutet. Im Nachhinein gesehen doch etwas knapp, weil man sich ja von unten immer in das Ding hineinwinden muss, und mit einem dicken Pullover drunter wird es wohl auch etwas eng.

Irgendwie will mir heute weder viel Text noch eine gute Überschrift einfallen. Daher mache ich es kurz, und schicke den Beitrag so wie er ist rüber zum Me-Made-Mittwoch. Mal sehen, ob sonst noch jemand Herbstklamotten nähen wollte.

Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: die Bilder sind im Lousiana-Museum nördlich von Kopenhagen entstanden. Der dänische Wettergott hatte ein Einsehen und uns einige Regentage beschert, an denen ich die neue Regenjacke eintragen konnte.

Mein selbst bedruckter Fünf-Fach-Organizer

So, die wirklich wichtigen Urlaubsvorbereitungen sind erledigt: ich habe mir eine Tasche für die kreativen Stunden genäht. Da durfte stilecht gleich wieder ein selbst bedruckter Stoff aus dem Siebdruckkurs vom Juli herhalten.

Und damit eventuell ein bißchen Ordnung herrscht, soll das Ding auch viele Taschen haben. Ich fange mal mit fünf an, das Schnittmuster nennt sich Fünf-Fach-Organizer und ist von Farbenmix. Ich habe es um 20% vergrößert, damit DIN A4 drin Platz hat.

Es darf mit: Schneidematte, Cutter, Zirkel, Papier, Schere, Bleistifte, Buntstifte, Geodreieck, Stempelgummi, Schnitzmesser, Stempelkissen und natürlich Papier. Hat alles Platz!

Durch den pinkfarbenen Reißverschluss ist das gute Teil jetzt sehr rosastichig geworden. Naja. Immerhin ist sie so schwer zu übersehen.


Habt eine schöne Zeit!

 

MMM im Siebdruck-Kleid

Und noch einen Stoff für Bekleidung habe ich mir im Siebdruckkurs bei Kristina Schaper vorbereitet. Geplant und entstanden ist daraus ein einfaches weißes Sommerkleid.

Man kann damit sogar auf einem Bein stehen:

Ein paar Bilder vom Druckprozess, von Kristina freundlicherweise zur Verfügung gestellt:

Gedruckt mit den Jeromin Siebdruck-Schablonen, die zur freien Verfügung standen. Na, wer sieht, was am Schluss noch gefehlt hat?

Als Schnitt habe ich  einen einfachen Etui-Kleid Schnitt aus der Meine Nähmode (Simplicity)  Nr. 6/2014 verwendet, das ich nach unten zur A-Form erweitert habe. Die vorderen Abnäher musste ich etwas nach unten drehen, ansonsten passt es recht gut (nur der vordere Ausschnitt klafft leicht).

Knittert leider sehr schnell, entknittert sich aber auch wieder 🙂

Jetzt sind nur noch Taschenstoffe über, die werden wohl ein bisschen länger  warten müssen, bis sie vernäht werden.

Schnitt: Meine Nähmode 6/2014, Nr. 16, Gr. 40
Stoff: Baumwollsatin von Jeromin, Acetatfutter

Verlinkt beim Me-Made-Mittwoch. Immer wieder schön, lauter gut gekleidete Nähbloggerinnen auf einen Haufen zu sehen!

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