Mein selbst bedruckter Fünf-Fach-Organizer

So, die wirklich wichtigen Urlaubsvorbereitungen sind erledigt: ich habe mir eine Tasche für die kreativen Stunden genäht. Da durfte stilecht gleich wieder ein selbst bedruckter Stoff aus dem Siebdruckkurs vom Juli herhalten.

Und damit eventuell ein bißchen Ordnung herrscht, soll das Ding auch viele Taschen haben. Ich fange mal mit fünf an, das Schnittmuster nennt sich Fünf-Fach-Organizer und ist von Farbenmix. Ich habe es um 20% vergrößert, damit DIN A4 drin Platz hat.

Es darf mit: Schneidematte, Cutter, Zirkel, Papier, Schere, Bleistifte, Buntstifte, Geodreieck, Stempelgummi, Schnitzmesser, Stempelkissen und natürlich Papier. Hat alles Platz!

Durch den pinkfarbenen Reißverschluss ist das gute Teil jetzt sehr rosastichig geworden. Naja. Immerhin ist sie so schwer zu übersehen.


Habt eine schöne Zeit!

 

Stoffspielereien: Dreidimensional

Der letzte Sonntag im Monat ist da, und damit Zeit, die Stoffspielereien des Monats vorzustellen. Heute wird Dreidimensionales bei Textile Werke gesammelt.

Woher die Idee kam, erinnere ich nicht mehr. Vielleicht von Ines letzten Stoffspielereien, als der Quilt ungebeten dreidimensionale Formen annahm. Jedenfalls wollte ich auch Stoff in die Höhe wachsen lassen.

Als Unterlegscheiben dienten mir Kreise, die aus einer PE-Schaumstoffmatte ausgeschnitten sind. Davon waren Reste vom Schultütenbau übrig. Damals suchte ich den ganzen Baumarkt nach einem festen, aber doch ein bißchen flexiblen Material ab und wurde schließlich fündig: in der Aquaristik-Abteilung bei den Thermomatten.

Das Material hat den Vorteil, dass es an den Kanten nur wenig nachgibt und dadurch genau der Effekt entsteht, den ich wollte. An meinem Probestück sieht man zum Vergleich einen Kreis gefüllt mit dicker Watte.

Mein Probestück zeigt auch meine ersten Versuche, mit der Nähmaschine abzusteppen. Das wurde sehr schief, weil der breite Nähfuss keinen rechten Halt fand. Daher ging ich zum Handnähen über, was mir wiederum zu langwierig war, so dass ich wieder zur Maschine zurückkehrte. Das Reißverschlussfüßchen war letztlich schmal genug.

Die Kreise zieren jetzt ein kleines Täschchen. Das Innenfutter ist ein lange und sorgsam aufgehobener Stoff von meiner Mama. Er duftet noch nach der Rosenseife, mit der er verstaut war.

Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links mit den neuen Werken zwecks Erfahrungsaustausch gesammelt.

Die nächsten Termine:
Im Dezember ist Weihnachtspause
Januar 2018: „Biesen“ bei Machwerke
Februar 2018: „Gesichter“ bei Nahtlust
März 2018: „Falten“ bei Schnitt für Schnitt
April 2018: „Schlipse“ bei Kaze
Mai 2018: „Japan“ bei madewithbluemchen

Juni 2018:  (Thema noch offen) bei Nahtzugabe

Meist ergeht es mir so, dass ich Anfang des Monats Ideen sammle, notiere und mich dann auf Materialsuche mache. Dann werden dringendere Sachen erledigt. In der letzten Woche dann mache ich mich daran, meine Ideen umzusetzen, und oft klappt das dann nicht so wie vorgestellt. Dann gerate ich ins Schwitzen. Die Themen der Stoffspielereien stehen ein halbes Jahr im Voraus fest, man könnte seinen Zeitplan wirklich auch anders gestalten…

Vor Kurzem habe ich einen großen Sack voller Schlipse von einer lieben Freundin geschenkt bekommen. Also für das Aprilthema gibt es schon mal keine Notwendigkeit, unter Zeitdruck zu geraten!

Kulturbeutel mit Dahlie

Nach dem Flow beim Taschen-Nähkurs habe ich mich gleich nochmal getraut. Diesmal ist eine Kulturtasche nach dem Schnittmuster der Carpet Bag von Frau Machwerk entstanden.

Für dieses Projekt habe ich sozusagen meine Aktivitäten der letzten Wochen zusammengelegt: Taschen nähen und Cyanotypie.

Der Außenstoff wurde cyanotypisiert. Für die Taschen-Vorderseite kam wieder meine Dahlie aus der Sommerpost zum Einsatz, die Rückseite bekam ein Muster mit Locher-Konfetti, und die Taschenecken und Laschen aus „Veganes Leder“-Zeugs wurden mit Überbleibseln aus Gaze aus der Werkbund-Werkstatt abgedeckt.

Der Stoff war diesmal noch nicht ganz trocken, das Wasser ist dann unter der Scheibe in der Mittagssonne gleich kondensiert und hat sein ganz eigenes Muster entworfen. Dadurch ist das Blau nicht gleichmässig, für die Tasche ok. Würde glatt mal interessant, herauszufinden, wie das bei einem ganz nassen Stoff aussieht – also einstreichen und dann gleich an die Sonne.

Das Belichten des Veganen Leder-Paps hat problemlos funktioniert, auch das anschließende Waschen in der Waschmaschine. Ich wollte eigentlich nur das gitterartige Muster der Gaze haben, aber tatsächlich hat sich auch das Muster mit „abgepaust“. Ist aber beides nur ganz leicht zu sehen.

Für innen kamen Stoffe aus dem Fundus zum Einsatz: Ein von links laminierter, wasserdichter Stoff (dämliches Material, verträgt keine Stecknadeln und kein Bügeleisen, aber nicht mal von rechts abwischbar. Wird bestimmt nie wieder gekauft.) und ein Rest Musterstoff.

Das Nähen nach Anleitung ging wunderbar, einzig die Wendeöffnung würde ich nächstes Mal an einer weniger auffälligen Stelle verstecken.

Die Tasche ist ein Geschenk für meine liebste Freundin. Ich hoffe, sie bewährt sich.

Verlinkt bei CreadienstagTT-Taschen und Täschchen, Dienstagsdinge.

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