Passgenaue Holzkisten (Teil 1)

Ich habe in meinem Leben schon unendlich viel Zeit in Baumärkten und Mitnahme-Möbelmärkten verbracht, um Boxen zu suchen, die möglichst genau in meine Regale und Ecken passen. Eigentlich bin ich bisher immer gescheitert.

Nach der letzten vergeblichen Suche beschloss ich daher, mir mal eben meine eigenen Boxen zu schreinern.

Mein erster Plan war, eine Multiplexplatte aus dem Baumarkt zuzuschneiden und mit Holzdübeln zu verbinden. Fand mein Bruder, der die Platten zuschneiden sollte, gar nicht gut: „des wiad nix gscheids“.

Statt dessen starteten wir also gemeinsam ein Projekt, das das Gegenteil von „mal eben“ ist: Sägeraue Holzbretter aus dem Holzlager meines Bruders waren der Ausgangspunkt. Das ist, als finge man erstmal damit an, sich seinen Stoff zu weben, weil der, den man hat, nicht passt. (Interessante Idee eigentlich…)

Ich bin, was das Schreinern angeht, eine blutige Laie, daher spare ich mir das Beschreiben der Arbeitsschritte und schlage statt dessen die Fachbegriffe in meinem Schreinerbuch nach:

Bretter mit Hilfe der Dickenhobelmaschine und Kreissäge auf die ungefähren Masse hobeln und zuschneiden, genauer Zuschnitt mit der Handkreissäge, Nut-Feder-Verbindung austüfteln, Nuten und Federn mit Hilfe der Oberfräse einfügen.

Holzkisten - 1Holzkisten - 2 Holzkisten - 3 Holzkisten - 4 Holzkisten - 5Soweit bin ich jetzt. Macht viel Spaß, aber weil ich mich kaum an die Maschinen traue, ohne dass mir mein Bruder über die Schultern schaut, also immer zwei Leute zeitgleich Zeit haben müssen, ist es jetzt schon eine ganze Weile her, seit ich mit meiner Multiplexplatte bei meinem Bruder aufgetaucht bin.

Fortsetzung folgt…

Seifenkisten

Vom letzten Türkeiurlaub habe ich Olivenseifen mitgebracht. Etwas mickrig als Mitbringsel, deshalb habe ich beschlossen, kleine Schachteln zum Verpacken der Seifen zu machen.

Schachteln - 2 von 7

Die Grundkenntnisse dafür habe ich vor einiger Zeit in einem Kurs im Haus der Eigenarbeit HEI in München gelernt. Eine tolle Einrichtung! Wenn ich in München wohnen würde, wäre ich Stammgast.

Schachteln - 1 von 7

Schneiden, kleben, schneiden, kleben, schneiden, kleben …

Zum Überziehen habe ich drei verschiedene Papiere genommen. Das Sternenpapier ist ein relativ festes, stabiles Geschenkpapier. Lässt sich gut schneiden und bestreichen, aber schmiegt sich nicht leicht um und in die Ecken.

Schachteln - 5 von 7Schachteln - 6 von 7

Das Papier mit den grünen Girlanden ist handgeschöpft und sehr saugfähig, da musste ich sehr aufpassen beim Bestreichen mit Leim.

Schachteln - 4 von 7Schachteln - 3 von 7

Und das Dritte hat eine Struktur wie dünnes Packpapier. Die Schachteldeckel sind mit einem Innenrand versehen, so dass sie gut und sicher aufliegen.

Schachteln - 7 von 7

So, die Seifen sind in den Schachteln verstaut, bald werden sie verschenkt und dann riecht der Flurschrank wieder nach alten Schuhen.

verlinkt bei
HOT – Handmade on Tuesday
Creadienstag