Muster-Mittwoch mit Fliesenmuster

Fliesenmuster ist das Thema des Muster-Mittwochs bei Michaela. Da bin ich doch gleich in unserem Urlaub in Sizilien auf die Jagd nach Fliesen gegangen. Anders als in Portugal und Andalusien ist hier das Fliesenerbe der Mauren aber weniger augenfällig oder über die Zeit wieder verloren gegangen (aber wir waren auch mehr am Strand als in Kirchen). Ein paar schöne Exemplare habe ich aber doch gefunden:

Wandmosaik in der Kathedrale von Cefalù
Bodenfliesen in Lipari
Fliesenbeispiele in einer Strandbar

Eigentlich wollte ich eine der Strandbarfliesen nachmachen, aber dann bin ich beim Stempel entwerfen doch schnell in eine andere Richtung gekommen und bin das Ganze erst mal geometrisch angegangen.

Das mit den Fugen hat nicht so geklappt, deshalb habe ich mir eine Fugenvorlage geschnitten:

Das war dann wohl etwas zu gut gemeint mit den Fugen. Da übe ich noch ein bißchen.

Dann habe ich noch ein bißchen weitergeschnitzt. Lustig, was das für einen Unterschied macht. Das lässt Platz für weitere Experimente.

Und dann habe ich zufällig noch etwas in meiner „mmmh, vielleicht kann man da noch was draus machen“-Kiste gefunden. Bei der letztjährigen Sommerpost hatte ich getestet, eines der Fliesenmuster aus Lissabon in der Cyanotypie einzusetzen. Das hat eigentlich aus super geklappt, der Abdruck auf dem Stoff war schön scharf und sogar drei“farbig“. Trotzdem gibt es sicher Spannenderes, was man mit Cyanotypie machen kann, daher landete es in der Kiste.

Verlinkt beim Mustermittwoch im Juni.

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MMM: Was lange währt…

Dieser Stoff hat schon zwei Sommer als Kleid verbracht, allerdings nur halb fertig genäht in der UFO-Kiste. Nun kann er endlich getragen werden.

Der ursprünglich Schnitt war aus einer burda von 2015, weit und schnell genäht, weswegen ich gleich die Seitennähte des Ober- wie des Futterstoffes brav als französische Naht nähte. Und dann hing das Ganze wie ein riesengroßer Sack an mir. Was falsch war, kann ich nicht sagen, entweder der Schnitt oder ich habe mich beim Zuschneiden vertan. Das Ding landete halbfertig im Schrank. Sommer 2016 ging.

2017 holte ich mir Hilfe beim Abstecken, 8 cm sollten unter den Armen an jeder Seite weg, lustlos schob ich das Auftrennen der französischen Nähte vor mir her, so lange, bis der Sommer vorbei war.

2018. Ich beschließe, meine UFO-Kiste zu räumen, der Seidenstoff gefällt mir immer noch ausgesprochen gut, deshalb mache ich die Änderungen wie abgesteckt. Ergebnis: alles völlig verzogen.

Da ich den Stoff immer noch nicht aufgeben mochte, landete auf der Suche nach Schnittalternativen bei der ottobre 2/2014. Und damit habe ich endlich ein tragbares Sommerkleid produziert. Es ist sehr, sehr angenehm zu tragen. Da die Seide sehr dünn ist, ist das Kleid mit einem Viskosefutter vollständig gefüttert.

Ein ganz unspektakulärer Schnitt. Ganz ohne Rüschen! Voll unmodern sozusagen. Ich schätze, wir werden es ein paar Jahre zusammen aushalten, das Kleid und ich.

Die Bilder sind übrigens vom Urlaub auf Sizilien.

Verlinkt beim Me-Made-Mittwoch. Mal sehen, wie viele Blogs nach dem DSGVO-Frust noch übrig geblieben sind.

Schnitt: ottobre 2/2014, „The New Chic“, Gr. 40
Stoff: Dünne Seide aus dem örtlichen Stoffladen, Futter Neva’visconMerkenMerken

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