Vom Laufsteg in den Kleiderschrank (IV): Zwischenstand

Monika ist großzügig mit den Öffnungszeiten des Linktools für die „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“-Aktion. Gut für mich, so kann mein Zwischenstand auch noch eine Woche später kommen, das Endergebnis dann vermutlich auch.

Erstmal war ich mit dem Schnittentwurf für das Oberteil nach Stella McCartney beschäftigt. Wenn man sich den Maschenverlauf des Detailbildes anschaut, müssten die Schnittteile ungefähr so sein:

Das sah dann im ersten Probelauf so aus (linker Ärmel):

Das wäre schon ein guter Ansatz gewesen, aber irgendwie wollte sich mir die Sinnhaftigkeit dieses Ärmelentwurfs nicht so ganz erschließen – vielleicht gibt es historische Vorbilder? Jedenfalls habe ich beschlossen, es doch bei einem normalen eingesetzten Ärmel zu belassen.

Damit sieht mein zweiter Probelauf so aus:

Hier und dort noch ein Zentimeter weg oder dazu, und damit habe ich jetzt meine Schnittmusterteile, und die Stoffe dazu und kann loslegen:

Hier sind die Entwürfe der anderen Teilnehmerinnen versammelt. Monika hat mächtig vorgelegt, aber sonst sieht so aus, als ob ich nicht die Letzte mit meinem Zwischenstand bin.

Sommerpost Gruppe 7, Woche 2

Diese Woche gab es Post von Ruth (ohne Blog). Sie hat uns von dem Lesefest bei ihr im Ort erzählt und für uns das Logo des Festes, das von ihr entworfen worden war, auf Stoff gebannt.

Besonders zufrieden war sie mit ihren Cyanotypie-Versuchen nicht, aber das Exemplar, das ich bekommen habe, ist schön geworden.

Vielen Dank, liebe Ruth, für die schöne Sommerpost, die Geschichte dazu und für die Erlaubnis, es hier zu zeigen!

Und hier geht’s zur Sommerpost-Linkliste.

Die Sommerpost macht blau

Meine Sommerpost ist verschickt. Ein paar Tage waren Zeit, um Inspirationen zu finden, zu testen und zu belichten. Schlussendlich wurde es dann eine Foto-Cyanotypie, die ich verschickt habe.

Ausgangspunkt war ein Foto aus meinem Fundus:

Da wurde erstmal mit dem Bildbearbeitungsprogramm die Dahlie im Hintergrund wegretuschiert, die Kontraste hochgedreht, nach schwarz-weiß umgewandelt und invertiert. Das Ergebnis sah dann so aus:

Das wurde dann im Copy-Shop auf Folie gebracht.

Bei meinen ersten Cyanotypie-Versuche hatte ich die Stoffe sehr lange liegen lassen, 30 Minuten und mehr bei Sonne. Das gibt zwar ein tolles Blau, allerdings werden die Graukontraste zunehmend schlechter. Bei der Dahlie beließ ich es deshalb bei ca. 12 Minuten in der Mittagssonne.

Reproduzierbarkeit schaffte ich nicht, mal schob sich ne Wolke in die Belichtung, mal war es wohl eine Minute länger oder kürzer:

Ich finde es nicht schlimm, auch die helleren haben einen schönen 3D-Effekt:

Für die Karten nahm ich ein klassisches Motiv – Pflanzen direkt aufgelegt:

Mit dem Photopapier links hatte es nicht geklappt, die Beschichtung löste sich beim Abwaschen. Daher wurde der Stoff auf die Karten genäht.

Karten und Umschläge bekamen noch einen Sonnenstempel, der das Sonnengelb einfangen durfte.

Die Post ist gut angekommen, wie ich gehört habe. Ich freue mich auf die „Antworten“.

Mehr Inspiration zu Cyanotypie und Sonnendruck wird bei der Sommer-MailArt gesammelt. Herzlichen Dank an Michaela und Tabea für die Aktion und die Idee!