Werkbund-Werkstatt: Holzversuche

Kurz vor Weihnachten durften wir vom Werkstattsemester noch in die Holzwerkstatt starten. Ein sinnliches Erlebnis! Der Geruch, wenn man die Treppe runtergeht. Das weiche und glatte Holz in der Hand. Die faszinierenden Maserungen und einzigartigen Astlöcher. Ich werde nächste Woche noch ein paar Fotos vom Holz machen, um zumindest das visuelle Erleben rüberzubringen.

Wie immer ist die Zeit mit 6 Arbeitstagen viel zu kurz, um tief einzutauchen, daher beschränken wir uns auch in der Holzwerkstatt auf einfache Techniken. Die erste war handsägen. Dafür nutzten wir Japansägen, neu für mich, aber gut zu bedienen. Japanische Sägen, wie Fuchsschwanzsägen aufgebaut mit Sägeblatt und Griff, liegen leicht in der Hand und funktionieren nur auf Zug.

Die erste Aufgabe war also, Rechtecke oder Quadrate zu sägen, diese mit einem Schnitt weiter zu zerteilen und dann alle Stücke wieder als Gebilde zusammenzusetzen (und -kleben).

Und dann durften wir letzte Woche schnitzen. Zuerst zum Üben eine kleine Schale:

Und dann einen eigenen Entwurf.

Könnte man schon als abgeschlossen betrachten. Aber eigentlich möchte ich noch ein paar mehr offensichtliche Schnitzspuren hinterlassen. Zwei Tage bleiben noch.

Übrigens: die Holzwerkstatt ist eine der offenen Werkstätten im Künstlerhaus. Offen für jedermann Mittwoch und Donnerstag Abend, und auch mit großen Maschinen gut ausgestattet.

MMM: Jahresrückblick

Am ersten Me-Made-Mittwoch des Jahres wird traditionell nach dem Lieblingsstück des vergangenen Jahres gefragt. Das ist bei mir eindeutig der Hüllenmantel, der im Rahmen des Herbstjacken Sew-Alongs, organisiert von Elle Puls, entstanden ist.

Hier ist mir die perfekte Kombination aus Stoff und Schnitt gelungen. Trägt sich wunderbar bis zu Temperaturen unter 10°C.

Weniger gelungen ist mir das bei der größten Enttäuschung des Jahres. Das Jeanskleid wurde genau einmal getragen und hat sich dabei als eine sehr misslungene Kombination aus Stoff und Schnitt herausgestellt: Das Oberteil ist sehr bauschig und dafür ist der Stoff viel zu steif. Das Kleid passt, solange ich ganz still stehe. Ansonsten: bewegen, zuppeln, bewegen, zuppeln, bewegen, zuppeln, … Jetzt ist es erst mal eine Schrankleiche.

Meine Bilanz: 6 Kleider (echt?), 4 Oberteile, 2 Jacken, 2 Hosen, 2 Röcke, 1 Hose für den Gatten, mehrere Kinderklamotten. Meine genähten Klamotten gibt es hier in chronologischer Reihenfolge zu sehen, auch ältere Sachen.

Zu kurz gekommen ist das Hosen nähen, der selbst erstellte Schnitt ist da, zwei Probehosen sind auch entstanden, aber dann waren andere Dinge immer wieder spannender. Gescheitert bin ich mal wieder am Taschen nähen – die werden immer anders, als ich gerne hätte, und dann landen sie in der Ecke. Also, da haben wir doch gleich zwei Herausforderungen für das neue Jahr.

Auf in ein neues und kreatives 2017!

Advent Mail Art: Nachschau

Mit ein bisschen Verspätung zeige ich nochmal alle Postkarten, die mich bei der „Advent mail art“ erreicht haben. Das Kunstwerk aus Karten hängt gleich neben meiner Wohnungstür und grüßt mich beim Weggehen und Heimkommen.

In der letzten Adventswoche kamen an:

17  von Sonja – ein Schneewald in silber auf blau
18 von Birgit – Sterne auf einem Hintergrund von rosé bis violett
19 von Stefanie – Linien, die sich zu Sternen fügen, in pink, lila und beige
20 von Bhupali – farbenfroh in orange und pink
21 von Marie und Anja -ein abstraktes Muster in gold und etwas rot
22 musste leider krankheitsbedingt ausfallen
23 von Sigrid -Dreiecke und Linien, ergeben einen dichten Nadelwald
24 von Edelgard – ein wunderschöner Abschluss in kupfer

Vielen Dank euch allen, es war eine große Freude!