Werkbund-Werkstatt: Glasschale

Das ist das Ergebnis meiner Arbeit in der Glaswerkstatt. Nicht ein Kunstwerk diesmal, sondern ein Produkt, dem man einen Verwendungszweck geben kann. Eine Schale.

Zur Erinnerung: In den ersten Tagen stellten wir diverse verschmolzene Glasfliesen, unter anderem diese hier aus zwei Lagen Farbglas.

Dann wurde es staubig. Mit Hilfe von Hammer, Meißel, Schabern und Schablonen fertigten wir aus Porenbetonsteinen ein Modell, um aus den Fliesen eine Schale zu erzeugen.

Die Fliese wird dann in die Form gelegt und nur noch soweit im Glasofen erwärmt, dass sie sich in die Form senkt, ohne zu fließen. Auch hier gibt es wieder einige Einschränkungen, z.B. bei der Steilheit der Wände, so dass auch hier wieder die Kreativität sehr eingeschränkt war.

Trotzdem war ich am Schluss mit dem Ergebnis zufrieden. Mehr Zeit in der Glaswerkstatt wäre schön gewesen, um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, was man alles aus diesem Material und mit den erlernten Techniken anstellen könnte.

Verlinkt bei creadienstag.

Advent Mail Art: Meine Postkarten

Meine Postkarten erreichen hoffentlich heute ihre Empfänger.

Ich habe zwei Stempel verwendet. Der erste ergibt zusammengesetzt schmale Sterne in blau, der zweite füllt die Lücken mit kleinen silbernen Sternen.

Mich fasziniert gerade sehr, wie unterschiedlich die Ergebnisse sind, wenn man die Motive in unterschiedlichen Rapports anordnet. Zwei meiner Postkarten habe ich daher etwas unterschiedlich gestaltet, den Stempel nicht immer gedreht, sondern im versetzten Rapport gestempelt. Sieht weniger einprägsam aus. Ich finde das interessant, ich hoffe, den Empfängerinnen gefällt es auch.

Und inzwischen habe ich auch wieder ein paar tolle Karten erhalten. Weil der Platz auf dem Regalbrett knapp geworden ist, hängen sie jetzt direkt neben der Türe an der Wand, und ich kann alle Karten in ihrer vollen Schönheit sehen.

Von links oben nach rechts unten: 1 von Michelle, 2 von Martina, 3 von Nicole, 4 von Annette, 5 von Magdalena, 6 von Bogi, 7 von Ulrike, 8 von Karen, 9 von Katrin, 10 von Margit, 11 von Silke, 12 von Eva, 13 von Ulrike, 14 von Daniela, 15 von Miriam (und die letzte ist von mir). Vielen Dank euch allen!

Und hier sammeln die beiden Initiatorinnen Michaela und Tabea alle Beiträge über die schöne Aktion.

Postkartenglück

Ich mache dieses Jahr bei der Aktion „Advent mail art“ von Michaela und Tabea mit: „Das Prinzip: 24 Teilnehmer gestalten 24 Postkarten und senden 23 davon am Tag X per Post an die anderen Teilnehmer des Projektes. So bekommt jeder in der Adventszeit jeden Tag Post.“

advent2016-250Es ist wunderbar und beglückend! Jeden Tag die Vorfreude, bis ich zum Briefkasten gehe, die Spannung beim Öffnen des Briefkastens, und das Staunen über die liebevoll gestalteten, einzigartigen, kunstvollen Postkarten.

dsc_0792Vielen lieben Dank für eure Kunstwerke: 1 von Michelle, 2 von Martina, 3, von Nicole, 4 von Annette, 5 von Magdalena, 6 von Bogi, 7 von Ulrike, 8 von Karen, 9 von Katrin, 10 von Margit und 11 von Silke. Die 12 von Eva ist auch schon da, die Post war schnell, aber die zeige ich nächste Woche.

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Auch der Rest der Familie freut sich darüber, und bestimmt auch die Post-Sortiererinnen und unsere Postbotin.

Noch stehen sie direkt neben der Eingangstür und begrüßen mich jedes Mal aufs Neue. Aber der Platz wird knapp.

dsc_0795Meine Karten sind auch fast fertig und gehen nächste Woche auf die Reise.

WKSA 2016: (3) Probemodell

Heute geht der Weihnachtskleid-Sew-Along in die dritte Runde. Mein Probemodell ist fertig.

dsc_0782Und was soll ich sagen? Probemodell nähen macht Spaß! Der Stoffberg wird kleiner, man kann Nähgarn von zweifelhafter Qualität und mit schauerlichen Farben verwerten, beim Einhalten des Ärmelkopfes stört auch die zehnte Falte niemanden, alles geht zacka-zacka, kein Beleg, kein Saum, und währenddessen kann man noch darüber philosophieren, ob man es beim Nähen mit der Perfektion vielleicht manchmal übertreibt.

Ich bin nun doch bei dem Schnitt aus Burda 11/2016 geblieben, wobei ich mich beim Abpausen noch für die Variante mit dem Volantansatz entschieden habe. Vielen Dank für all die netten Kommentare und Ermutigungen!

dsc_0760 dsc_0788Das Oberteil werde ich noch um einen Zentimeter verlängern (auch mangels „Holz vor der Hüttn“, wie Dodo heute so passend im WKSA-Beitrag schreibt), damit es etwas lockerer fällt, zusätzlich zu den 2cm, die ich schon zugegeben habe, und den Saum vielleicht um zwei Zentimeter kürzer machen. Mit dem Rest bin ich sehr zufrieden. Die Weite im Rock ist ausreichend.

Dann werde ich jetzt mal mein Stoffschätzchen anschneiden gehen.

Werkbund-Werkstatt: Glasversuche

Diese und letzte Woche waren wir in der Glaswerkstatt, wiederum ein Material, mit dem ich keine Erfahrung habe. Wir arbeiten mit Scheibenglas, das wir schneiden, brechen, neu zusammensetzen und verschmelzen.

img_5709In der ersten Woche mit farblosen Glas, mit oder ohne Einschlüsse von Metall, Pflanzenteilen oder Stein. Das Meiste davon wird beim Schmelzen bei Temperaturen von bis zu 780°C zu Pulver und Gas, was wiederum interessante Effekte ergibt.

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img_5801Weil unsere Werke am Ende des Kurstages immer in den Ofen zum Schmelzen müssen, und weil das Ofenvolumen begrenzt ist, erfordert das Arbeiten in dieser Werkstatt viel mehr Planung und bietet leider weniger Platz für kreative Spielereien.

In der zweiten Woche, mit etwas mehr Erfahrung beim Schneiden und Brechen, durften wir dann auch farbiges Glas einsetzen, das wir ohne weitere Lücken und Einschlüsse zu einer zweilagigen Fliese verarbeiten sollten.

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Das Ergebnis vor…

img_5802… und nach dem Verschmelzen:

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Damit werden wir nächste Woche dann noch etwas weiterarbeiten.

MMM: Karospielereien

Vivienne Westwood hat eine unnachahmliche Art mit Schottenkaros zu spielen – beim Sew Along im letzten Jahr, den ich noch ohne Blog nur lesend verfolgt hatte, gab es tolle Beispiele zu sehen. Das war meine Inspiration für meine eigenen Karostoffspielereien.

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dsc_0735Der Zuschnitt dauerte am längsten – Zuschneidetetris war angesagt. Erst beim Zuschneiden bemerkte ich, dass die Streifen längs und quer nicht genau gleich sind. Daher musste ich auch die vordere Mitte mit Naht machen, sonst wäre es unsymmetrisch gewesen.

img_2904Der Schnitt ist aus einer Burda von 2003. Die Mittelteile sollten wie ein Band über der Brust aussehen. Das ist mir nicht gelungen, deshalb ist der türkisfarbene Wollfilz nochmals knappkantig abgesteppt.

dsc_0730Stoff: Wollstoff und Walkloden vom örtlichen Stoffladen, Viskosefutter
Schnitt: burda 11/2003, Nr. 118, Gr. 40, 10 cm gekürzt
Verlinkt beim Me-Made-Mittwoch, der wunderbaren Inspirationsquelle für selbstgemachte Kleidung

WKSA 2016: (2) Stoff und Schnitt

Heute geht es beim Weihnachtskleid-Kleid-Sew-Along darum, die endgültigen Pläne vorzustellen. Ja. Also.

Was den Schnitt anbetrifft, war ich letzte Woche von akuter Entscheidungsunfähigkeit befallen. Weit oder doch nicht so weit, lang oder doch nicht so lang? Die vielen Rückblicke auf die WKSAs der letzten Jahre waren eine wunderbare Stöberkiste, haben mir bei meiner akuter Entschlusslosigkeit auch nicht weiterhelfen können. Aufgefallen ist mir aber, wie oft erzählt wurde, dass die Kleider fast nie getragen wurden. Wie schade.

Immerhin habe ich noch zwei Jersey-Stoffe in meinem Schrank gefunden, die farblich gut passen und für Wärme sorgen könnten.

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Also, der Plan: ich bleibe beim Tunikakleid 110 aus der Burda 11/2016. Nicht in Maxi, aber in Midi-Länge – passt besser zu Stiefeln. Aber ob der Rock so richtig schön fällt? Auf der Schnittzeichnung sieht das nach wenig Stoff aus. Hat das schon mal jemand genäht? Aus dem senfgelben Viskosejersey wird ein Unterkleid.

 

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Oder doch nicht? Seufz. Ich gehe nochmals Schnitte suchen…

MMM: Mantel im Military-Look

dsc_0316Heute habe ich die besondere Freude, meinen Wintermantel vorzustellen, den ich vor einem Jahr genäht habe. Ganz unbescheiden kann ich sagen, dass er mir gut gelungen ist, weil er sehr gut sitzt und die Schnittveränderungen, die ich so gerne mache, mal ausnahmsweise alle gelungen sind.

Der Ausgang war ein toller Mantel in einer Modezeitschrift, mit dem der Military-Look zu dem Trend des kommenden Winters ausgerufen wurde. Kam sofort in der langen Nähliste in die Top Ten und blieb dort ausdauernd stehen.

Als Schnittvorlage diente mir Burda 12/2012, Nr. 104 in Gr. 40. Neben den üblichen Änderungen (alles verlängern, Hüfte weiter) wollte ich unbedingt einen „integrierten“ Gürtel oder eine Hüftpassé oder wie man das halt nennt. Siehe Fotos. Schulterriegel wurden verlängert, Ärmelriegel statt Schlitzen und die Nahttaschen sind von der Seitennaht in die vorderen Teilungsnähte gewandert – dadurch etwas kleiner, aber deutlich bequemer!

burda122012-104Der Wollstoff und das Acetatfutter sind von Hüco Stoffe, Berlin. Die Knöpfe vom Stoffmarkt, aber fast so teuer wie der Stoff, über 40 Euro! Apropos Knöpfe: ich hatte mich so darauf gefreut, meine Nähmaschine endlich mal Augenknopflöcher nähen zu lassen, musste dann aber feststellen, dass die Knöpfe dafür zu groß waren. Nach viel Herumprobieren sind sie jetzt als Zierde aufgenäht, und darunter genähte Druckknöpfe versteckt. Gibt wenigstens keine ausgeleierten Knopflöcher.

dsc_0317 dsc_0319 dsc_0322 dsc_0324Übrigens fiel mir letztens eine Brigitte von 2012 in die Hände. Da wurde als einer der angesagten Herbst-/Winter-Trends der Military-Look ausgerufen… Und nach kurzer Recherche lässt sich sagen, dass auch 2013, 2014, und ja, auch 2016 Military total angesagt ist. Schon gemerkt?

Und wie immer mittwochs gibt es tolle selbstgenähte Mode für die Frau beim Me-Made-Mittwoch.

WKSA 2016: (1) Ich bin dabei!

Hurra, dieses Jahr kann ich auch beim Weihnachts-Kleid-Sew-Along dabei sein!

wksa16-logo-stars-quadratischWeihnachten ist bei uns nicht so besonders vornehm, das heißt, es muss kein kleines Schwarzes, kein Satin und kein Glitzerkram sein. Deswegen möchte ich ein Kleid nähen, das auch alltagstauglich ist.

Im August hatte ich die glorreiche Idee, dass ich auch im Winter ein Maxikleid tragen will. Einen schönen Viskosestoff konnte ich gleich beim Berlinbesuch bei Hüco-Stoffe ergattern. 3,30m, damit lässt sich schon was anfangen.

dsc_0372Allerdings sind mir bei den scheußlich niedrigen Außentemperaturen inzwischen leichte Zweifel gekommen. Ich bin nämlich ein Frostbeule, da ist selbst ein gefüttertes Viskosekleid nur mit Thermostrumpfhosen und/oder Wolljacke zu tragen, und das ist mit dem Hippie-Gefühl in meiner Vorstellung nur schwer in Einklang zu bringen. Und welche Schuhe zieht man im Winter zum Maxikleid an?

Für einen passenden Schnitt werde ich mal bei den anderen Teilnehmerinnen stöbern gehen. Es sollte etwas locker sitzendes mit weitem Rock und Taille sein. Vielleicht der Schnitt 105 aus der Burda 09/2016 oder 110 aus der Burda 11/2016. Ziemlich ähnlich, die beiden Schnitte. Ich hoffe, ich finde noch etwas Besseres.

 

 

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Werkbund-Werkstatt: Metallergebnisse

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Und jetzt ist unsere Zeit in der Metallwerkstatt auch schon wieder vorbei. Ich denke, fast allen Teilnehmern ging es so, dass nach der anfänglichen Scheu vor dem Material die Lust am Experimentieren immer größer wurde. Vor allem die Oberflächenbearbeitung wurde immer spannender:  durch Ausglühen und abschließendes Abschrecken in kaltem Wasser wird vor allem die Verformbarkeit des Metalls wieder verbessert, allerdings verlieren die Metalle den schönen Glanz des Ausgangsmaterials. Durch mehr oder weniger Glühen oder durch Vorbehandlung mit Säure oder Beize kann man aber schöne Effekte bei Kupfer und Messing von rötlich bis schwarz erzeugen.

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Wir hatten Bleche aus Alu, Kupfer und Messing in Stärken von 0,5 mm bis 2 mm zur Verfügung. Ich mag Kupfer sehr gerne und habe mich dann für mein Metallwerk darauf beschränkt. Zeitlich bedingt, aber schade, weil man durch Ausprobieren und Abschauen auf so tolle Ideen kommt!

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