Jetzt stickt sie auch noch…

Mir geht es ja, wenn ich unterwegs bin, des öfteren so, dass ich gerne etwas händisches machen möchte. Ich bin also auf der Suche nach etwas, dass man jederzeit in die Tasche stecken und mitnehmen kann. Die Nähmaschine zählt bekanntlich nicht dazu. Stricken habe ich nach zwei neuen Anläufen auch ad acta gelegt. Jetzt probiere ich es mal mit dem Sticken.

Da kommt mir die Einladung zum Summer Stitch Along von Petersilie & Co. gerade recht, Motivation genug, es mal nur mit Nadel und Faden zu probieren. Die Petersilien laden ein zum gemeinsamen Sticken, jeweils Anfang Juli, Anfang August und Anfang September gibt es eine Möglichkeit, die Projekte zu verlinken. 

Ernsthaft gestickt habe ich tatsächlich meines Wissens nach noch nie. Möglicherweise hatte ich als Kind mal das obligatorische Kreuzstichbildchen gestickt, allerdings ist mir das weder traumatisch noch zukunftsweisend in Erinnerung geblieben. Tatsächlich habe ich leichte Hemmungen anzufangen, weil ich nicht weiß, wie und was und warum.

Außerdem sind mir auf der Suche nach einem Anfangsprojekt in Büchern und im Internet allerlei Scheußlichkeiten begegnet. Wenn mich nicht das Buch von Francoise Tellier-Loumagne so begeistert hätte, wäre ich auf die Idee mit dem Sticken vermutlich gar nicht gekommen.

Genug geredet, Zeit für Handfestes. Mein Plan ist folgendermaßen: Erst mal ein paar Grundstiche üben. Dann habe ich eine einfache Vorlage gefunden, die mir einigermaßen gefällt und die ich einfach nachsticken will:

Source: sewmamasew.com

Und dann warte ich auf die Bücher von Yumiko Higuchi, weil mir ihre Sachen auch sehr gut gefallen. Davon berichte ich dann beim nächsten Mal.

Verlinkt beim Summer Stitch Along

11 Gedanken zu „Jetzt stickt sie auch noch…“

  1. Oh, liebe Christiane, das kann ich mir bei Dir gut vorstellen, dass Du die Sticknadel in die Hand nimmst. Vielleicht nicht gerade Blümchen, aber im Stile von Sashiko oder daß das Gestickte die Nähte unterstreicht oder stilisierte Formen – ich freue mich drauf!.
    Ich habe immer wieder gestickt, aber mittlerweile ist mir das zu mühsam, da ich es einfach nicht so gut sehe und viel Licht und Lupe bräuchte (und dann ist dieser Effekt des Mitnehmens weg…) . Daher lasse ich jetzt die Maschine sticken und nähe nur mehr die notwendigen Handnähte bei Kleidung und beim Binding bei Quilts.
    Liebe Grüße
    Ines

    1. Das freut mich zu hören, dass du mir das zutraust, und spornt mich an. Ja, momentan schwebt mir auch eher vor, genähtes und gefärbtes mit Stickerei zu bearbeiten. Du hast recht, man muss gut sehen können fürs Sticken, das geht bei mir noch gut und ohne Brille, ich sollte das Zeitfenster also schnell nutzen.

  2. Schön das du beim Summer Stitchalong mitmachst.
    Ich denke beim Sticken muss man erst mal ausprobieren welche Technik und welcher Stil einem zusagt. Für mich selber habe ichfestgestellt, das Kreuzstich und alle anderen Sticktechniken bei denen man viel zählen muss, eindeutig nicht mein Fall sind (ich verzähle mich da auch immer). Ich sticke viel lieber frei und tendiere je nach Lust und Laune zu verschiedenen Arten.
    Ich bin gespannt wie es dir so mit dem Sticken geht und was deine Favorisierte Art zu sticken wird.
    Lg Sabine

    1. Ja, momentan ist es für mich noch sehr unüberschaubar, aber man bekommt vermutlich einen guten Blick dafür, sobald man sich damit beschäftigt. Mit dem konzentrierten Zählen bin ich beim Stricken schon gescheitert, daher werde ich wohl besser gleich die Finger vom Kreuzstich lassen.

      1. Wenn dich breitgefächerte Bücher zum Thema sticken interessieren würde ich diese drei sehr unterschiedlichen Bücher empfehlen:
        The Royal School of Needlework Book of Embroidery
        Grundlagen und Technik zu verschiedenen Stickarten mit Inspiration (keine Projekte)
        Ein umfangreicher Grundlagen und Nachschlagwälzer

        Embroidery A Makers Guide V&A
        15 bewältigbare Projekte zu unterschiedlichen Sticktypen, mit detaillierten Anleitungen. Von Crewel, beetlewing bis blackwork, sehr breitgefächerte Auswahl

        Chinese Embroidery von Shao Xiaocheng
        Bisher mein fachlich bestes Buch zu Stickerei, sehr viel Hintergrundinformationen (mehr als nur Sticharten erklärt), die Motive sind chinesisch Inspiriert, die Technik bleibt aber dieselbe, Technik und Projekte kombiniert.
        Lg Sabine

  3. Interessant, irgend etwas braucht unsereine unterwegs. Reverse-Vorstiche oder Boro zähle ich im weiteren Sinne auch zum sticken. Hier liegen Sashiko-Schablonen für Visible Mending.
    Ich wünsch eine schöne Zeit unterwegs.
    LG Ute

    1. Und wenn es mit dem Sticken nichts wird, könnte ich ja immer noch, wenn ich unterwegs bin, meine Kleidung mit der Hand nähen 🙂

  4. Liebe Christiane,
    da bin ich ja gespannt auf Deine Stickarbeiten. Für Unterwegs brauche ich auch immer etwas Handarbeit. Das Buch von Yumiko Higuchi sieht ja sehr vielversprechend aus. Viel Spaß wünsche ich Dir beim Sticken.
    Liebe Grüße
    Monika

  5. … jetzt stickt sie auch noch…
    einfach ein echtes Multitalent 👍🏻😇
    Zuerst dachte ich bei Sticken an Burgfräuleins, da gehörte es wohl zur guten Ausbildung der Minne. Und hier in Oberbayern sehe ich Frauen, die liebevoll die Lederhosenträger ihrer Liebsten mit Rosen besticken.
    Doch seit ich gelesen habe, dass Du stickst, merke ich: Du bist Du Avantgarde. Aufeinmal lese ich von Ulrika Erdes – und von Stick-Graffiti.
    Oder vom neuen Trend, sich den U-Bahn Plan aufs Shirt zu sticken… Bin sehr gespannt, was es bei Dir wird.
    Sehr cool …

  6. Interessant ist auch das Buch The Encyclopedia of embroidery techniques von Pauline Brown, Sterling Publishing New York. Darin sind viele Techniken und Stiche genau beschrieben, in englisch. Viel Spaß! Ich glaube, ich setze erstmal aus nach der ganzen Handnäherei. Regina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.