WKSA 2016: (4) Finale

Hoppla, auf einmal war der 4. Advent da. Wo ist denn jetzt schon wieder die ganze Zeit geblieben. Ende November dachte ich noch: ach, noch fünf Wochen bis Weihnachten, passt alles super. Und dann sind wieder diese ganzen unvorhergesehenen Dinge passiert, die nicht auf der todo-Liste stehen. Und auf einmal wurde es stressig.

Mein Weihnachtskleid wurde dann auch erst auf den letzten Drücker fertig. Voila, hier ist es:

Nochmal zur Erinnerung: der erste, zweite und dritte Beitrag zum WKSA. Der Stoff ist 100% Viskose von Hüco in Berlin, der Schnitt ist aus der Burda 11/2016 in Größe 40. Ich habe das Oberteil um 3 cm verlängert, am Saum 5 cm weggenommen, nochmal 2 cm wären vielleicht kein Fehler. Und am Taillenband noch Paspeln reingebastelt.

Die Beule im Rücken, die man in der Seitenansicht sieht, ist übrigens kein Buckel, der vom vielen über-der-Nähmaschine-gebeugt-sitzen kommt, sondern vom Reißverschluss, der etwas störrischer fällt als der Stoff.

Obwohl nicht gefüttert, ist das Kleid relativ wärmend. Ich werde mein gespaltenes Verhältnis zu Viskose nochmal überdenken.

Und damit ab zum Finale des Weihnachtskleid-Sew-Alongs. Hat sehr viel Spaß gemacht! Und die Liste mit den Nähideen unendlich verlängert. Fröhliche Weihnachten!

Werkbund-Werkstatt: Glasschale

Das ist das Ergebnis meiner Arbeit in der Glaswerkstatt. Nicht ein Kunstwerk diesmal, sondern ein Produkt, dem man einen Verwendungszweck geben kann. Eine Schale.

Zur Erinnerung: In den ersten Tagen stellten wir diverse verschmolzene Glasfliesen, unter anderem diese hier aus zwei Lagen Farbglas.

Dann wurde es staubig. Mit Hilfe von Hammer, Meißel, Schabern und Schablonen fertigten wir aus Porenbetonsteinen ein Modell, um aus den Fliesen eine Schale zu erzeugen.

Die Fliese wird dann in die Form gelegt und nur noch soweit im Glasofen erwärmt, dass sie sich in die Form senkt, ohne zu fließen. Auch hier gibt es wieder einige Einschränkungen, z.B. bei der Steilheit der Wände, so dass auch hier wieder die Kreativität sehr eingeschränkt war.

Trotzdem war ich am Schluss mit dem Ergebnis zufrieden. Mehr Zeit in der Glaswerkstatt wäre schön gewesen, um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, was man alles aus diesem Material und mit den erlernten Techniken anstellen könnte.

Verlinkt bei creadienstag.

Advent Mail Art: Meine Postkarten

Meine Postkarten erreichen hoffentlich heute ihre Empfänger.

Ich habe zwei Stempel verwendet. Der erste ergibt zusammengesetzt schmale Sterne in blau, der zweite füllt die Lücken mit kleinen silbernen Sternen.

Mich fasziniert gerade sehr, wie unterschiedlich die Ergebnisse sind, wenn man die Motive in unterschiedlichen Rapports anordnet. Zwei meiner Postkarten habe ich daher etwas unterschiedlich gestaltet, den Stempel nicht immer gedreht, sondern im versetzten Rapport gestempelt. Sieht weniger einprägsam aus. Ich finde das interessant, ich hoffe, den Empfängerinnen gefällt es auch.

Und inzwischen habe ich auch wieder ein paar tolle Karten erhalten. Weil der Platz auf dem Regalbrett knapp geworden ist, hängen sie jetzt direkt neben der Türe an der Wand, und ich kann alle Karten in ihrer vollen Schönheit sehen.

Von links oben nach rechts unten: 1 von Michelle, 2 von Martina, 3 von Nicole, 4 von Annette, 5 von Magdalena, 6 von Bogi, 7 von Ulrike, 8 von Karen, 9 von Katrin, 10 von Margit, 11 von Silke, 12 von Eva, 13 von Ulrike, 14 von Daniela, 15 von Miriam (und die letzte ist von mir). Vielen Dank euch allen!

Und hier sammeln die beiden Initiatorinnen Michaela und Tabea alle Beiträge über die schöne Aktion.

Postkartenglück

Ich mache dieses Jahr bei der Aktion „Advent mail art“ von Michaela und Tabea mit: „Das Prinzip: 24 Teilnehmer gestalten 24 Postkarten und senden 23 davon am Tag X per Post an die anderen Teilnehmer des Projektes. So bekommt jeder in der Adventszeit jeden Tag Post.“

advent2016-250Es ist wunderbar und beglückend! Jeden Tag die Vorfreude, bis ich zum Briefkasten gehe, die Spannung beim Öffnen des Briefkastens, und das Staunen über die liebevoll gestalteten, einzigartigen, kunstvollen Postkarten.

dsc_0792Vielen lieben Dank für eure Kunstwerke: 1 von Michelle, 2 von Martina, 3, von Nicole, 4 von Annette, 5 von Magdalena, 6 von Bogi, 7 von Ulrike, 8 von Karen, 9 von Katrin, 10 von Margit und 11 von Silke. Die 12 von Eva ist auch schon da, die Post war schnell, aber die zeige ich nächste Woche.

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Auch der Rest der Familie freut sich darüber, und bestimmt auch die Post-Sortiererinnen und unsere Postbotin.

Noch stehen sie direkt neben der Eingangstür und begrüßen mich jedes Mal aufs Neue. Aber der Platz wird knapp.

dsc_0795Meine Karten sind auch fast fertig und gehen nächste Woche auf die Reise.

WKSA 2016: (3) Probemodell

Heute geht der Weihnachtskleid-Sew-Along in die dritte Runde. Mein Probemodell ist fertig.

dsc_0782Und was soll ich sagen? Probemodell nähen macht Spaß! Der Stoffberg wird kleiner, man kann Nähgarn von zweifelhafter Qualität und mit schauerlichen Farben verwerten, beim Einhalten des Ärmelkopfes stört auch die zehnte Falte niemanden, alles geht zacka-zacka, kein Beleg, kein Saum, und währenddessen kann man noch darüber philosophieren, ob man es beim Nähen mit der Perfektion vielleicht manchmal übertreibt.

Ich bin nun doch bei dem Schnitt aus Burda 11/2016 geblieben, wobei ich mich beim Abpausen noch für die Variante mit dem Volantansatz entschieden habe. Vielen Dank für all die netten Kommentare und Ermutigungen!

dsc_0760 dsc_0788Das Oberteil werde ich noch um einen Zentimeter verlängern (auch mangels „Holz vor der Hüttn“, wie Dodo heute so passend im WKSA-Beitrag schreibt), damit es etwas lockerer fällt, zusätzlich zu den 2cm, die ich schon zugegeben habe, und den Saum vielleicht um zwei Zentimeter kürzer machen. Mit dem Rest bin ich sehr zufrieden. Die Weite im Rock ist ausreichend.

Dann werde ich jetzt mal mein Stoffschätzchen anschneiden gehen.

Werkbund-Werkstatt: Glasversuche

Diese und letzte Woche waren wir in der Glaswerkstatt, wiederum ein Material, mit dem ich keine Erfahrung habe. Wir arbeiten mit Scheibenglas, das wir schneiden, brechen, neu zusammensetzen und verschmelzen.

img_5709In der ersten Woche mit farblosen Glas, mit oder ohne Einschlüsse von Metall, Pflanzenteilen oder Stein. Das Meiste davon wird beim Schmelzen bei Temperaturen von bis zu 780°C zu Pulver und Gas, was wiederum interessante Effekte ergibt.

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img_5801Weil unsere Werke am Ende des Kurstages immer in den Ofen zum Schmelzen müssen, und weil das Ofenvolumen begrenzt ist, erfordert das Arbeiten in dieser Werkstatt viel mehr Planung und bietet leider weniger Platz für kreative Spielereien.

In der zweiten Woche, mit etwas mehr Erfahrung beim Schneiden und Brechen, durften wir dann auch farbiges Glas einsetzen, das wir ohne weitere Lücken und Einschlüsse zu einer zweilagigen Fliese verarbeiten sollten.

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Das Ergebnis vor…

img_5802… und nach dem Verschmelzen:

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Damit werden wir nächste Woche dann noch etwas weiterarbeiten.